Wenn Minimalisten auf dem Trödelmarkt einkaufen

Minimalismus heißt in erster Linie, nur das zu besitzen, was man wirklich braucht. Es heißt nicht, dass man gar nichts haben oder kaufen darf. Es ist also nicht falsch, als Minimalist auch mal einen Trödelmarkt oder -laden zu besuchen. Das fiel mir erst letzte Woche wieder auf, als ich zufällig in einen Trödelladen hier in Duisburg stolperte, der sehr viel nützliche und günstige Dinge hat. Ich wusste gar nicht, dass es ihn hier auf der Hansastraße gibt, obwohl ich nur ein paar Minuten davon entfernt wohne. Im Grunde war ich dort nur vorbeigekommen, weil ich mir ein Kleid in der Schneiderei nebenan ändern (sprich: weiter machen lassen 😉) wollte.

Wir müssen nicht immer alles neu haben, denn das neueste Buch und der neueste Tisch sind auch gebraucht, nachdem man es gelesen und an ihm gesessen hat. Na und? Warum nicht auch gebrauchte Dinge kaufen und nutzen. Ich mache das schon seit Jahren. Meistens gebe ich meine eigenen Sachen in verschiedenen Läden ab, aber oft kaufe ich dort auch etwas ein.

Vase, Malve, Trödelladen, Trödelmarkt, FlhmarktIm Sommer hatte ich mich für neue Vorhänge entschieden. Ein zarter Malveton und Grau. Das sieht sehr edel aus, aber ein bisschen passende Dekoration wünschte ich mir natürlich noch dazu. Leider kostete eine kleine Vase über 20 Euro, ein passender Kissenbezug 17 Euro usw. Dazu war ich nicht bereit, denn die Vorhänge waren schon teuer genug gewesen. Als ich dann zufällig an einem Trödelladen vorbeikam, schaute ich dort rein und fand eine passende Vase – als wäre sie aus demselben Farbtopf gekommen wie die Vorhänge – und zahlte 1,50 Euro.

Grade wollte ich euch ein Foto von meinen schönen Sommervorhängen hochladen, da stelle ich fest, dass ich gar keine gemacht habe. Oder wenn doch, habe ich sie wieder gelöscht. Da bin ich immer sehr schnell. Für den Winter wollte ich es etwas kuscheliger haben und habe wieder meine geliebten bordeauxroten Vorhänge angebracht. Davon gibt es ein aktuelles Bild.

Vorhänge, bordeauxrot

Ja, ich weiß, ihr seht mich. 😉 Ich bin keine begnadete Fotografin und habe es erst jetzt bemerkt. Das Blaue da unter dem Tisch ist meine Fascienrolle. Ein super Ding, so nützlich und entspannend.

Trödeln als Technik des Minimalismus

Mir persönlich bringt es viele Vorteile, wenn ich auch mal sogenannten Trödel kaufe:

  1. Auf einem Trödelmarkt oder in einem Tödelladen kaufe Dinge, die sich bezüglich ihrer Haltbarkeit schon bewährt haben. Sonst stünden sie hier nicht und hofften auf Käufer.
  2. Ich weiß, dass für meinen Einkauf keine neuen Ressourcen verbraucht werden.
  3. Ich spare meistens viel Geld, weil ich nicht den Neupreis zahlen muss.
  4. Meine Einkäufe sind viel individueller als „von der Stange“ gekauft. Somit sehe ich sie nicht in jedem Fenster, an dem ich vorbeikomme, rumstehen.
  5. Ich lerne Menschen kennen, denen ich meine nicht mehr gebrauchen Sachen zum Weiterverkauf anvertrauen kann. Es ist mir lieber, wenn ich weiß, dass sie gut mit meinen abgegebenen Dingen umgehen.

Wie seht ihr das? Schreibt mir gerne einen Kommentar.

Olga Ordentlich war auf dem Trödelmarkt

Bilderrahmen, Trödelladen Dies ist mein letzter Trödelmarktkauf, damit ich meine Wände neu dekorieren kann. Statt pro Rahmen 7 bis 20 Euro oder mehr zu bezahlen, hat die ganze Sammlung hier knapp 13 Euro gekostet. Ein paar der Rahmen werde ich noch umlackieren, aber die Farben stehen eh im Keller, kosten also auch nicht mehr zusätzlich.

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