Selbstpflege ist eine Pflicht uns selbst gegenüber

Selbstpflege, Wellness, Gesundheit, AchtsamkeitWir alle funktionieren nur so gut, wie unser „System“ gepflegt ist

Viele von uns pflegen ihr Auto oder ihre Küchenzeile besser als sich selbst. Sie meinen dazu oft: „Selbstpflege? Dafür habe ich keine Zeit!“ oder „Wer soll denn dann die Arbeit machen, wenn ich es nicht tue?“ Das sind nur zwei Beispiele von Begründungen, warum Selbstpflege bei ihnen angeblich nicht möglich ist. Den Höhepunkt bildet aber der oft unausgesprochene Vorwurf gegen sich selbst, es sei einfach egoistisch, sich Zeit für sich selbst zu nehmen.

Langer Vorrede kurzer Sinn: Viele von uns gönnen sich keine Auszeit und damit Erholung, weil sie glauben, immerzu funktionieren zu müssen. Aber auch die beste Maschine muss einmal gewartet werden. Wer würde ohne Inspektion und Ölwechsel jahrelang mit seinem Auto herumfahren und sich dann wundern, wenn es nicht gut geht? Nur der eigene Körper und die Seele bekommen keine Auszeit, weil man im Moment grade keine Zeit dafür hat.

Selbstpflege, Sicherheit, Fahrradhelm, Helm, Schutz, GesundheitEin Schutzhelm fürs Handy 😉

Manche von uns kaufen sich sofort nach dem Erwerb eines neuen Handys auch eine passende Schutzhülle dafür. Ein Displayschutz kann auch nicht schaden. Im Vergleich zum ganzen Smartphone ist das ja auch keine große Ausgabe. Für ein 800-Euro-Teil kann man doch ruhig etwas Aufwand betreiben, damit es nicht kaputt geht. Schaut man sich dann aber in den Straßen um, wieviele Fahrradfahrer ohne Helm unterwegs sind, erkennt man, dass der eigene Körper so selbstverständlich hingenommen wird, als hätte er keinen Wert. Ja, wir haben ihn nicht bezahlt, denn er ist uns ja angeboren. Aber das, was wir mit ihm tun können oder eben nicht, ist weit mehr wert, als 800 Euro.

Selbstpflege, Gesundheit, Meditation, WellnessKörperliche und seelische Schmerzen sind die Währung, mit der wir die Unachtsamkeit uns selbst gegenüber bezahlen

Angenommen, dass ich mein Auto nicht pflege und einen Motorschaden provoziere, kann ich im Extremfall ein anderes Auto kaufen oder auf den öffentlichen Personennahverkehr umsteigen. Im Fall, dass ich mein Handy nicht schütze und es auf dem Asphalt zerschellt, kann ich es ebenfalls gegen einen Geldpreis reparieren lassen oder ersetzen.

Wenn ich mich aber selbst nicht pflege, werde ich das früher oder später mit körperlichen und/oder seelischen Schmerzen büßen. Eventuell verliere ich wichtige Fähigkeiten, die ich immer für selbstverständlich gehalten habe. Es gibt keine Währung, mit der ich bezahlen kann, dass ich ohne Hilfe die Treppe rauf und runter komme, spazieren gehen oder Sport machen kann. Diese Fähigkeiten sind ein wertvolles Geschenk, mit dem ich pfleglich umgehen muss, wenn ich es mir erhalten will. Es kann nicht mit Geld erkauft werden, dass man genug Luft bekommt oder schmerzfrei bleibt. Trotzdem verhalten wir uns so, als könnte uns nichts passieren und als wäre uns ein bisschen Wartung = Selbstpflege zu teuer, zu egoistisch, zu aufwändig oder was auch immer zu …

Selbstpflege ist also nicht egoistisch, sondern eine Pflicht euch selbst und euren Familien und Freunden gegenüber. Sollte also tatsächlich jemand eure Selbstpflegeaktivitäten kritisieren (meist sind wir es nur selbst in unserem Kopf), dann erklärt ihnen (oder euch selbst), warum sie wichtig sind und nichts mit Egoismus zu tun haben.

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Foto: Ulleo pixabay.com

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