Kinder- und Arbeitszimmer: Bücher und Zeitschriften

Bücher im Kinderzimmer teilen sich naturgemäß in Schul- und andere Bücher auf. Wenn ein Schuljahr vorbei ist und die Kinder neue Bücher bekommen, ist es nicht nötig, die alten aufzubewahren – es sei denn, ihr habt ein jüngeres Kind, das sie noch brauchen kann. Leider ist es aber oft so, dass die jüngeren Kinder, wenn sie denn das gleiche Buch brauchen, eine neuere Auflage kaufen sollen. Dann stimmen oft die Seitenzahlen mit der alten Auflage nicht mehr überein und es wird für ein Kind mit einer geringen Stresstoleranz wirklich hässlich, mit einem „veralteten“ Buch zu arbeiten.

Wenn ein altes Schulbuch nicht sofort eine Anschlussverwendung findet, dann entsorgt es bitte. Oder habt ihr jemals in die alten Schinken geschaut, die nach 15 bis 40 Jahren immer noch im Keller rumdümpeln?

Wenn also das Schuljahr vorbei ist, sortiert die alten Schulbücher aus und gebt sie weg. Manche von ihnen findet ihr eventuell  noch in den tiefsten Tiefen des Schulranzens, also schaut auch dort nach. Im Fall des jüngeren Kindes wartet ab, was die Schule sagt, und wenn das alte Buch nicht mehr gebraucht wird, kann es spätestens jetzt entsorgt werden.

Zurück zur Ordnung im Kinderzimmer: Schulbücher sind am besten in Schreibtischnähe aufgehoben, die anderen dort, wo das Kind am liebsten liest. Beim Aussortieren lasst die Kinder selbst entscheiden, denn Kinder lesen Bücher oft zwei- bis zigmal.

Der Mittwoch ist auch der Tag des Arbeitszimmers oder -bereichs. Schaut euch heute  in eurem E-Mail-Postfach um. Habt ihr Newsletter abonniert habt, die ihr gar nicht mehr lest? Wer einen Newsfeed aktiviert hat, braucht nicht den selben Inhalt als Newsletter und umgekehrt. Achtet auch darauf, dass ihr euch nicht zu sehr mit Informationen zumüllt. Ich persönlich abonniere wenn möglich einen Newsfeed, dann kann ich direkt aus meiner Browserleiste heraus nachschauen, ob was Neues da ist, werde aber nicht aktiv angesprochen, dass da wieder was ist. Wenn ich nach einer Weile merke, dass ich den Newsfeed gar nicht mehr anklicke, lösche ich ihn wieder. So bleiben mein Postfach und meine Browserleiste aufgeräumt und ich alleine entscheide, wann ich „News“ haben möchte.

Normalerweise hat ein Newsletter ganz unten eine Abmeldefunktion, die mit einem einfachen Klick funktioniert. Wenn ihr euch später sagt, dass ihr ihn doch gern wieder hättet, kostet es euch ebenfalls nur einen Klick und ihr seid wieder angemeldet. Ein Feed lässt sich noch leichter löschen: Rechte Maustaste auf den Feed, Curser auf „löschen“ ziehen, linke Maustaste klicken. Fertig.

Eine Ursache, warum Menschen sich gestresst fühlen, ist, dass sie zu sehr mit „News“ und „Informationen“ überflutet werden. Wenn früher in der Welt etwas passierte, dauerte es mitunter Tage oder Wochen, bis wir etwas davon erfuhren. Die Beschaffung von Detailinformationen war aufwändig für Journalisten und oft hatten sich Themen schon längst überholt, bevor sie überhaupt bei uns ankamen. Heute erfahren wir täglich in Echtzeit, wo wann und in welchem Ausmaß ein Sack Reis umgekippt oder eine echte Katastrophe passiert ist. In der Berichterstattung wird aber nicht mehr unterschieden, ob es nur ein Sack Reis war oder ob die Sache wirklich relevant ist und so befinden wir uns tagtäglich mehr oder weniger im Katastrophenmodus und haben kaum noch Zeit, vernünftig und in Ruhe zu denken.

In seinem Buch Mythos Überforderung erklärt  Michael Winterhoff die Zusammenhänge und gibt Anregungen, wie man sich dem Overkill an Informationen auf gesunde Art entziehen kann.

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