Ich liebe stromlose Kalender

Kalender, Haushalt, Ordnung, Planung, Familie, Termine, TerminplanungKalender führen

Terminkalender sind eine großartige Sache. Man kann darin alles eintragen, was man erledigen will und vergisst deshalb schon mal deutlich weniger. Nehmt euch für die Familie einen etwas größeren Buchkalender, den alle gemeinsam nutzen können. Darin werden nur die Termine vermerkt, die für mindestens zwei Leute aus der Familie wichtig sind. Gewöhnt euch die Zettelplanung ab, denn Zettel gehen zu leicht verloren. In dem Buchkalender kann jeder nachsehen, was gerade ansteht und man kann dort auch Nachrichten an die Familie hinterlassen, ohne dass sie verloren gehen.

Für persönliche Termine reicht ein kleineres Format, das gut in die Tasche passt. Ich bevorzuge die altmodischen Kalenderbücher aus Papier, weil ich so unabhängig von Akkus und Kabeln bin. Im Notfall  schont das sehr die Nerven.

Haushalt, Ordnung, Füller, Füllfederhalter, Stift, Planung, Kalender, SchreibenTerminplanung braucht Luft für Abweichungen

Ein Terminkalender sieht immer besonders wichtig aus, wenn er rappelvoll ist. Einmal zückte ich beim Friseur meinen Planer, um einen neuen Termin zu vereinbaren und meine Friseurin meinte mit bewunderndem Unterton, wie viele Termine ich doch hätte! Ich zeigte ihr, dass dem nicht so war, dass ich mir nur gern Adresse, Telefonnummer, Mobilnummer, mit wem habe ich schon gesprochen, mit wem möchte ich noch sprechen usw. zu einem Termin notiere. So zieht sich ein einzelner Termin bei mir manchmal über ein halbes Kalenderblatt und sieht furchtbar wichtig aus. Wichtig ist er auch, aber eben nur EIN Termin. 🙂

Lasst euch nicht verführen, jetzt, da ihr einen Terminkalender führt, eure Zeit bis ins Letzte zu verplanen. Wer seinen Kalender bis an den Rand vollpackt, wird wahrscheinlich gar nichts schaffen.

Im Geschäftsleben rechnet man, dass in 20% der Arbeitszeit 80% aller Aufgaben erledigt werden. In den restlichen 80% Arbeitszeit werden nur noch die restlichen 20% erledigt. Der zweite Abschnitt klingt sehr ineffektiv, aber es ist völlig normal so. Also wundert euch nicht, wenn es bei euch ähnlich ist. Dafür ist der erste Abschnitt ja extrem effektiv.

Wenn ihr also eure Termine plant, achtet darauf, dass ihr maximal 40% eurer Zeit (ca. 3 Stunden bei einem 8-Stundentag) fest verplant und diese Termine dann auch konsequent einhaltet. Ihr braucht Zeitpuffer, wenn mal eine Aufgabe länger dauert, wenn eine Unterbrechung euch von der Arbeit abhält und – auch ganz wichtig – um euch erholen zu können. Niemand kann und sollte NUR arbeiten. Wenn ihr zusätzlich zu den geplanten Terminen dann noch Zeit und Energie habt, könnt ihr natürlich noch zusätzliche Dinge erledigen. Entscheidet das dann spontan und aus der Situation heraus.

Termine sind Termine

Lasst euch nicht unnötig unterbrechen, wenn ihr euren Terminen nachkommt. Es ist sinnlos, einen Terminkalender zu führen, wenn man ihn nicht ernst nimmt. Im Büro würden man die Termine auch nicht ignorieren. Zu Hause seid ihr selbst der Boss, ihr plant eure Zeit und ihr solltet euren Plan einhalten, schon aus Respekt vor euch selbst. Wenn es mal hakt, stellt euch einfach vor, ihr wäret an einem offiziellen Arbeitsplatz wo Termine einzuhalten sind. Bei mir klappt das meistens sehr gut.

Kalender, Familienkalender, Familie, Planer, Planen, Haushalt, OrdnungWenn ihr euch aber einmal gegen eine Aufgabe entscheidet, dann tut das ganz bewusst. Sagt euch: „Nein, ich bin der Boss und diesen Termin verlege ich auf den Soundsovielten, denn heute mache ich etwas anderes.“ So braucht ihr euch keine Vorwürfe zu machen, dass ihr es wieder mal nicht geschafft habt, denn es war ja euer Wille, die Aufgabe hier und jetzt nicht zu erledigen. Für die Konsequenzen entscheidet man sich natürlich automatisch immer mit, deshalb hilft es bei der Entscheidungsfindung, immer noch mal über die Konsequenzen nachzudenken. Will ich morgen über die selben alten Wäscheberge stolpern? Wenn das für euch okay ist, gut. Wenn nicht, solltet ihr eure Entscheidung gegen den Termin noch mal überdenken.

Smartphone, Telefon, Kalender, Planung, Planen, OrdnungDas Telefon soll nicht zum Feind des Kalenders werden

Was auch immer ihr heute auf der Agenda stehen habt, tut es. Lasst euch nicht von Telefonanrufen lieber Freundinnen ablenken. Denn nach dem Telefonat habt ihr vielleicht keine Zeit mehr für den Job und die Sache bleibt unerledigt. Also wird sie aufgeschoben. Und ob der Job jetzt jemals wieder einen Termin in eurem Kalender bekommt? Wenn ja, stellt sich die Frage, ob dann nicht wieder eine liebe Freundin anruft und euch von der Arbeit abhält.

Wenn ihr es nicht schafft, ein Telefon klingeln zu lassen, stellt es ab, solange ihr arbeitet. Ich habe einen Anrufbeantworter. Wer mich sprechen möchte, kann das sagen und ich rufe zurück, wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin.

Neu hier? –> Klick!

Foto: (c) Tigerlily713 pixabay.com

Facebooktwitterpinterestby feather