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In diesem Sommer gibt es fast nur noch ein Thema: Die Hitze. So sehr wie in diesem Sommer wurden wir wohl noch kaum je von der Sonne verwöhnt … und gegrillt. Und mit der Hitze kommen auch jede Menge Alltagsprobleme.

Wir schwitzen auf dem Weg zur Arbeit, in der Arbeit, auf dem Heimweg, in der Freizeit, am Abend und vor allem in der Nacht. Vor lauter Wärme können wir uns bei der Arbeit kaum konzentrieren, im Auto stellen wir die Klimaanlage auf die stärkste Stufe und wenn wir schlafen wollen, surren die Ventilatoren um unser Bett herum oder von der Decke.

Über den Sinn und Unsinn von Klimageräten

Wer jetzt nach Klimageräten oder Ventilatoren sucht, wird feststellen, dass die Preise sich verdreifacht und vervierfacht haben. Das ist Marktwirtschaft. Aber das ist auch gut so. Denn Klimageräte wären jetzt die falsche Herangehensweise an das Problem.

Warum? Wenn wir den Klimaforschern Glauben schenken, stehen uns in Zukunft noch viele solche Sommer bevor. Wir werden vielleicht in gar nicht ferner Zukunft regelmäßig damit umgehen müssen, dass es absurd heiß bei uns ist. Wenn wir für ein angenehmeres Klima in unseren Wohnungen und Büros sorgen wollen, sollten wir also mehr Vorbeugung betreiben, statt erst dann zu reagieren, wenn die Räume schon aufgeheizt sind. Zumal Klimageräte jede Menge Energie verbrauchen, also den CO2-Ausstoß erhöhen und so das Klimaproblem zusätzlich verschärfen. Unser Ziel sollte es aber sein, so wenig wie möglich CO2 zu verursachen, um den Klimawandel nicht noch zu beschleunigen.

Hitze, Klima, Thermorollo, Rollo, WärmeschutzVom Süden lernen

Wenn ihr euch an euren letzten Urlaub auf Sizilien oder Kreta erinnert, seht ihr bestimmt noch die hübschen Fensterläden, die außen an jedem Haus angebracht sind, vor eurem geistigen Auge. Sie sind nicht zur Dekoration da. In den Sommermonaten sind diese Läden tagsüber mindestens von 9:00 bis 23:00 Uhr geschlossen, damit die Häuser sich nicht unnötig aufheizen. Denn Hitze, die nicht eindringen kann, muss man anschließend auch nicht bekämpfen. Die Fenster werden erst in der tiefsten Nacht für ein paar Stunden geöffnet, um die abgekühlte Nachtluft hereinzulassen. Spätestens am nächsten Morgen, wenn die Temperaturen wieder steigen, schließen sie sich fast wie auf ein geheimes Kommando alle wieder gleichzeitig.

Spart euch besser große, leistungsstarke Klimageräte, die teuer sind, im Betrieb viel kosten und das Problem nur verschärfen und schützt euch lieber mit den alten Methoden aus Südeuropa und Nordafrika.

  • Achtet beim Hausbau oder -kauf und bei der Suche nach einer Mietwohnung auf die Lage und Größe der Fenster. Je mehr und größere Fenster in Richtung Süden weisen, desto größer ist das Problem mit der eindringenden Hitze.

  • Achtet darauf, dass alle Fenster mit Läden oder Jalousien verschlossen werden können und nutzt sie reichlich, wenn es heiß ist.

  • Wenn ihr keine Läden oder Jalousien habt, zieht spätestens kurz bevor sich die Sonne dem Fenster nähert die Vorhänge zu.

  • Wer auch keine Vorhänge hat, kann sich nasse Laken vor die Fenster hängen. Die Nässe hat einen zusätzlich kühlenden Effekt, der nichts kostet.

  • Haltet tagsüber alle Fenster geschlossen, damit die heiße Luft draußen bleibt und lüftet erst, wenn sich die Luft wieder gut abgekühlt hat. Das ist oft erst nach 23:00 Uhr der Fall.

  • Wenn ihr einen Wintergarten habt, beschattet ihn den gesamten Sommer mit Wintergartenrolläden oder ähnlichen Vorrichtungen. Am besten wirken die, wenn sie außen angebracht sind.

  • Wenn ihr keine Beschattung für den Wintergarten habt, haltet konsequent die Tür zum übrigen Wohnraum geschlossen, damit die Hitze sich nicht in der ganzen Wohnung ausbreitet.

  • Ein bisschen Hitze dringt natürlich auch bei großer Vorsicht in die Wohnung ein. Wenn die Luftfeuchtigkeit normal oder gering ist, helfen nasse Tücher, die man in der Wohnung auf Wäscheständern verteilt. Und wenn ihr eh grade wascht, trocknet die Wäsche in dieser Zeit einfach drinnen.

  • Für einen gesunden und kühlen Schlaf gibt es viele Tipps:

    • Schaut, ob eure Matratze eine Sommer- und Winterseite hat und dreht entsprechend die richtige Seite nach oben.

    • Auf Latex- und Schaummatratzen schwitzt man stärker, als auf Federkern. Wenn man sie aber nun mal hat und eigentlich auch super findet, muss man sich für die Hitzeperioder eine Alternative überlegen.

    • Eine Möglichkeit ist es, auf einer Yogamatte oder Luftmatratze am Boden zu schlafen. Eine dicke Baumwolldecke macht die Sache noch ein bisschen komfortabler. Erstens ist die Luft um so kühler, je tiefer man sich im Raum befindet, zweitens heizt sich die Yogamatte / Luftmatratze mit der Baumwolldecke nicht auf, weil sie vom Boden her gekühlt wird, ohne die Kühle in den Körper dringen zu lassen. Als Zudecke reicht vermutlich ein Bettbezug aus Naturfaser.

    • Benutzt nur Schlafkleidung aus Baumwolle, Seide, Viskose oder anderen Naturprodukten. Synthetikfasern verstärken das Schwitzen.

    • Auch das Bettzeug sollte aus Baumwolle, Seide oder Viskose sein. So hübsch Mikrofaserbezüge auch sein mögen, für das Körperklima sind sie nicht gut.

    • Hitze, Decke, Seide, Schlaf, GesundDie Decke und das Kissen sollten ebenfalls keine Synthetik enthalten. Also entweder Daunen, Seide, Baumwolle oder gar nix in den Baumwollbettbezug packen.

    • Das Essen sollte kurz vor dem Schlafengehen nicht zu heiß und scharf sein, weil man sonst unweigerlich mehr und länger schwitzt.

    • Getränke sollten kurz vor dem Schlafengehen etwa Zimmertemperatur haben, weil so der Körper nichts ausgleichen muss. Er muss weder frieren und aufheizen, noch schwitzen und abkühlen. Also wird der Schlaf weniger gestört.

    • Die letzte Dusche vor dem Schlafengehen sollte etwa lauwarm sein, weil so der Körper die anstrengende Ausgleichsarbeit spart und der Schlaf ungestört stattfinden kann.

Gute Nacht, John Boy und alle miteinander.

Eure Olga

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Foto: (c) Skitterphoto pixabay.com

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