Essen ohne Lüsterklemmen

Auf Lebensmittelverpackungen erhalten wir oft Mitteilungen wie „Glutenfrei“, „Laktosefrei“, „ohne Fett“, „ohne Konservierungsstoffe“, „ohne Zusatz von Kristallzucker“, „ohne Weizen“, „ohne Frösche“, „ohne Lüsterklemmen“ … ups … aber naja, auch das ist hoffentlich nicht in unserem Essen.

Leere Informationen verschleiern die Wahrheit

Essen, Gesund, GemüseBei solchen Angaben können wir fast sicher sein, dass uns echte Informationen vorenthalten werden sollen. Wenn „ohne Kristallzucker“ draufsteht, werden wir nicht informiert, dass dieser z.B. oft durch die viel gefährlichere Fruktose ersetzt wurde. Fruktose ist deutlich billiger als Kristallzucker, deshalb kommt sie immer häufiger in unseren Lebensmitteln vor. Sie führt aber zu Leberschäden, Gewichtszunahme und Herzkreislauferkrankungen, wenn wir zu viel davon essen. Und das tun wir inzwischen definitiv, weil Fruktose nicht nur in Süßigkeiten, sondern in sehr vielen Fertigprodukten enthalten ist, wie Pizza, Lasagne, Fertigmenüs. Auch Ketchup, Mayonnaise, überhaupt alle Grillsaucen enthalten das Zeug.

Fruktose klingt gesünder als sie ist

Bei Süßigkeiten, auf denen „ohne Fett“ steht, frage ich mich, ob da wohl früher Fett drin war. War es natürlich nicht, aber „ohne Fett“ hört sich halt so gesund an. Der Kaufanreiz ist größer, wenn der Kunde glaubt, er kaufe ein gesundes Produkt. Was aber ist an einem Produkt gesund, das zu 85% aus den verschiedensten Zuckerarten, vor allem Fruktose, besteht und der Rest ist Gelatine oder Agar-Agar das den Zucker zusammenhält?

Laktosefrei ist nur sinnvoll für Menschen mit einer Laktoseintoleranz

Die Käsesorten wie Appenzeller, Emmentaler, Camembert und viele andere, die von Natur aus laktosefrei sind, werden heute mit dem Label „laktosefrei“ beworben und deswegen auch gleich teurer verkauft als früher. Wenn der Kunde „laktosefrei“ wünscht, kann er es haben. Er muss nur etwas tiefer in die Tasche greifen, um etwas vermeintlich Besseres für seine Gesundheit zu bekommen, das er früher ohne das Label sowieso schon hatte. In Tat und Wahrheit leiden nur ca. 15 % der Menschen unter einer Laktoseintoleranz und für diese gibt es sehr viele natürliche Ausweichmöglichkeiten, ohne dass Produkte denaturiert werden müssen. Aber 80% der Verbraucher suchen inzwischen diese Produkte und glauben, sie seien „gesünder“ für sie.

Ähnlich sieht es bei der Suche nach glutenfreien Produkten. Die wenigsten Käufer haben tatsächlich ein Problem mit Gluten.

Wenn ihr das nächste Mal eure Lebensmittelvorräte auffüllt, schaut doch mal auf die Zutaten- und Nicht-Zutatenliste und überlegt, ob es nicht doch noch etwas naturbelassener geht. Eine sehr einfache Methode, ungewollte Zutaten zu vermeiden ist die, nur unverarbeitete Lebensmittel zu kaufen. Dinge, die eure Uroma als Lebensmittel erkannt hätte, sind die besten. Jedes Zutatenetikett, das mehr damit wirbt, was das Produkt nicht enthält, ist mir schon mal per se verdächtig. 

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