Ein paar Tipps zur Wäschepflege

Wäsche, Waschen, Waschmaschine, Sauberkeit, WaschmittelWäschepflege für „Jedermann“ und „Jederfrau“

Wie ihr eure Wäschepflege organisiert, kann ich euch natürlich nicht vorschlagen, denn jeder hat ein anderes Leben. Vom Single bis zur vielköpfigen Familie, von berufstätigen über teilzeitbeschäftigten bis zu nicht berufstätigen Menschen, jeder organisiert sich anders. Da ist es nicht möglich, einen allgemein gültigen Wäscheplan aufzustellen.

Findet für euch selbst heraus, wie ihr eure Wäscheberge bewältigt. Die einen waschen lieber eine Maschine am Tag, andere bevorzugen den klassischen Waschtag. Und dann gibt es da noch die Riesenfamilien. Die müssen sowieso täglich ein bis drei Maschinen laufen lassen, um ihre Wäscheberge zu bewältigen.

Waschmittel, Waschpulver, Waschgel, Flüssiges WaschmittelGut sortiert durchs Wäscheleben

Ihr vereinfacht euch den Waschtag schon dadurch, dass ihr die Wäsche gründlich vorzusortiert. Bei einem Single ist das weniger wichtig, aber bei drei, vier Personen im Haushalt kann es eine große Arbeitserleichterung sein. „Schult“ am besten eure Familie darauf und macht ihnen die Wichtigkeit des Unterfangens klar.  Wenn ihr das in netter Form tut und bereitwillig hin und wieder „nachschult“, habt ihr es auf die Dauer leichter.

Es gibt viele hübsche Ordnungssysteme zum Vorsortieren. Aber mal ehrlich, haben wir nicht schon genug Körbe, Taschen, Beutel, Wannen und Kisten im Haushalt? Wer kein Geld für noch mehr Zeug ausgeben will, kann auch vorhandene Behälter dafür nehmen.

Einen Tipp aus euren früheren Kommentaren habe ich sofort  für mich selbst übernommen: Wer nur einen einzigen Wäschekorb benutzt, kann die unterschiedlichen Materialien in Stofftaschen vorsortiert in diesem Korb sammeln. So spart man viel Platz.

Viele Kategorien

Zum einen ist es wichtig, auf die Farben zu achten. Helle bunte Sachen können gemeinsam gewaschen werden, ebenso die dunklen bunten Sachen. Weiße Wäsche sollte aber wirklich mit keinen anderen Farben, auch nicht mit Pastellfarben zusammen gewaschen werden. Auch ein hellrosa Schatten beeinträchtigt die Wirkung einer weißen Bluse oder eines Oberhemdes sehr.

Wolle, Kuschel, Schaf, SchäfchenEin anderes, wichtiges Kriterium ist das Material: Wolle, Seide, Baumwolle, Pflegeleichtes, alles braucht eine eigene Behandlung.

Die vorsortierten Farben und Materialien sollte man dann noch auf die zulässige Temperatur hin überprüfen. Leider wird das immer einfacher, weil inzwischen die meisten Sachen nur noch bei 30 Grad gewaschen werden dürfen. Aus hygienischer Sicht finde ich das leider nur suboptimal. Man kann das Problem aber entschärfen, indem man bei niedriger Temperatur länger wäscht. Damit hat erreicht ihr den nahezu gleichen keimtötenden Effekt wie mit einer kurzen, heißen Wäsche.

Gut aufgehängt, ist halb gebügelt

Je ordentlicher und glatter ihr die Wäsche aufhängt, desto weniger Arbeit habt ihr anschließend mit dem Bügeln. Bei pflegeleichter Wäsche schalte ich die Waschmaschine auf Knitterschutz: Die Maschine schleudert dann in mehreren moderaten Etappen und lockert die Wäsche dazwischen immer wieder auf. Anschließend schüttle ich die Wäsche noch gut aus und hänge sie entweder sofort auf oder lege sie bis ich auf den Speicher gehe, schon mal sehr glatt in den Wäschekorb. Auf keinen Fall sollte sie nach Beendigung des Waschprogramms noch in der Maschine bleiben, denn dann war auch der Knitterschutz für die Katz. Ich kann mich kaum erinnern, wann ich das letzte T-Shirt gebügelt habe.

Vorsicht: Beim Ausschlagen der Wäsche achtet bitte darauf, dass ihr Jeans und andere Hosen immer am Hosenbund anfasst und die Beine ausschüttelt, nicht umgekehrt. Die Augenkliniken könnten euch 1001 Geschichten erzählen von Leuten, die sich mit einem Jeansknopf das Auge ausgeschlagen haben …

Es muss nicht das teuerste Waschmittel sein

Die Wahl des Waschmittels spielt eine große Rolle beim Erfolg der Wäschepflege. Es kommt allerdings nicht darauf an, das neueste und teuerste Produkt zu kaufen, sondern das richtige Mittel für den richtigen Einsatz zu wählen.

  • Wer nicht weiß, welche Wasserhärte er hat, kann dies bei seinem Wasserwerk erfragen. Auf den Waschmittelkartons ist die richtige Dosierung für die jeweilige Wasserhärte angegeben.

  • Bei härterem Wasser empfiehlt sich ein Antikalkprodukt, da genügt schon der Billigtab vom Discounter. Wenn ihr Antikalkprodukte verwendet, gilt das Wasser als weich. Achtet darauf bei der Dosierung des Waschmittels. Mit Tab weniger als ohne Tab.Bei Überdosierungen setzt sich das überschüssige Waschmittel in den Textilien fest.

  • Für bunte Wäsche gibt es Color- oder Feinwaschmittel, um die Farben nicht auszubleichen. Ich verwende sie nicht, weil ich überwiegend pastellige oder pudrige Farben trage (Sommertyp halt). Da merkt man es nicht, wenn die Farben etwas nachlassen. 😉

  • Für weiße Wäsche (nicht die Feintextilien) empfiehlt sich Vollwaschmittel, um ein Vergrauen zu verhindern. Deshalb ist es wichtig, Weißes und Buntes strikt zu trennen.

  • Für Wolle sind ein Wollwaschmittel oder ein mildes Haarshampoo ohne Silikon geeignet, denn Wolle ist ja auch nichts anderes als Tierhaar.

  • Für Seide gibt es spezielle Waschmittel. Auf jeden Fall solltet ihr in der Gebrauchsanleitung nachsehen, ob Hand- oder Maschinenwäsche empfohlen wird. Seide darf nicht fest gedrückt, gewrungen oder geknetet werden. Es genügt, sie in der vorbereiteten kühlen Lauge hin und her zu schwenken und anschließend mit kaltem Wasser auszuspülen. Wichtig ist, dass die Seide nicht zu lange im Wasser bleibt, weil sonst die Fasern quellen und der Stoff unschön wird. Achtet also auch bei Maschinenwäsche darauf, dass die Seidenteile nicht unnötig lange in der Maschine bleiben. Wenn das Waschprogramm durch ist, muss die Wäsche sofort rausgenommen werden. 

  • Da wir viele Textilien nur noch bis 30 Grad waschen dürfen, wähle ich ein möglichst langes Waschprogramm. Je länger die Wäsche gewaschen wird, desto weniger Temperatur braucht man, um die Keime abzutöten. Tests haben ergeben, dass eine lange Laufzeit im Ergebnis einer heißen, kurzen Wäsche nahe kommt. 

  • Harte Handtücher können durch verschiedene Pflegefehler auftreten. Sowohl zu wenig als auch zu viel Waschmittel kann die Ursache sein. Auch das Trocknen in der prallen Sonne macht Handtücher hart. Außerdem lagern sich in den Baumwollfasern gern mal Kalkreste ab. Um die zu entfernen, mache ich alle paar Monate eine Vorwäsche mit Zitronensäure. Danach sind die Handtücher wieder schön weich. Wenn ich das mal versäumt habe und leider knüppelharte Handtücher vom Speicher hole, packe ich sie für ein paar Minuten in den Trockner. Das ist für zwischendurch auch mal in Ordnung.

Bügeleisen, bügeln, Bügelhilfe, Wäsche glättenBügeldienst

Wer Wert auf gebügelte Bettwäsche legt und auch häufig Tischdecken benutzt, kann diese in eine Wäschemangel geben.  Oder ihr könnt jemanden suchen, der seine Dienste sogar inklusive Abhol- und Bringdienst anbietet. Bitte beschäftigt nie jemanden„schwarz“, denn es kann teuer werden, wenn man dabei erwischt wird und der Dienstleister ist nicht versichert. Sollte er in Ausübung seiner Tätigkeit einen Unfall haben,  haftet der Auftraggeber für die Folgen.

Neu hier? –> Klick!

Facebooktwitterpinterestby feather