Du Versager …

  • … hast mal wieder nicht aufgeräumt.
  • … hast mal wieder nicht die Tür aufgemacht, als es geschellt hat.
  • … hast mal wieder den Müll nicht runtergebracht, obwohl du es schon seit drei Tagen müsstest.
  • … musst mal an dir arbeiten und dich besser organisieren.
  • … musst mal endlich abnehmen. So schwer kann das doch nicht sein.
  • … solltest dich endlich zusammenreißen und dein Leben auf die Kette kriegen.

Denkst du manchmal so von dir? Sagt deine innere Stimme dir oft, was du musst, solltest oder mal wieder nicht geschafft hast? Betrachtest du die Unordnung in deiner Wohnung als Beleg dafür, dass du echt ein Versager bist und dich wahrscheinlich auch nie bessern wirst?

Würdest du dieselben Dinge einem Freund sagen? Würdest du davon ausgehen, dass deine Worte hilfreich für ihn sind und ihn dazu bringen, besser zu werden?

Was nicht hilft, hilft nicht

Warum glaubst du, dass diese Worte für dich hilfreich sind und sagst sie dir immer wieder in Gedanken vor? Frei nach dem Motto: „Wenn meine Selbstbezichtigung nicht rausreicht, um mich zu bessern, muss ich mich eben noch mehr selbst beschimpfen.“ (*siehe hierzu nachher noch die Geschichte unter dem Text)

Wo immer diese inneren Stimmen herkommen – Kindheit, Eltern, Lehrer, Medien, Ratgeberbücher und Kurse zur Selbstoptimierung oder wo auch immer – sie reden dummes Zeug! Es motiviert niemanden, wenn man ihm seine vermeintlichen Mängel vorwirft. Mitunter kann es zu einem kurzfristigen Versuch kommen, sich zu bessern, aber eine dauerhafte Verhaltensänderung erwächst daraus nicht.

Finde deine eigenen Ziele, statt dich mit Nichtzielen rumzuschlagen

Was uns weiterhilft, unsere Ziele zu verwirklichen, ist, wenn wir uns unserer Ziele überhaupt erst mal bewusstwerden und sie dann klar definieren.

Kein Ziel ist es, wenn wir sagen: „Ich will keine Unordnung mehr haben“, denn du würdest ja auch keine Wanderung planen mit dem Ziel: „Ich will nicht durch den Taunus laufen.“

Ein Ziel braucht eine positive Formulierung und eine bildhafte Vorstellung: „Ich reinige die Spüle, bevor ich das Haus verlasse“ oder „Ich lasse auf dem Sofa vor dem Schlafengehen keine Sachen liegen, die dort nicht hingehören“.

Das sind winzige Ziele, die man leicht umsetzen und vor allem nach der Erledigung als erledigt besichtigen kann. Was gibt es Schöneres und Motivierenderes, als erledigte Ziele anzuschauen. 😊

Wenn etwas nicht klappt, hilft „mehr davon“ auch nicht weiter

(*Und jetzt zu der kleinen Geschichte, die ich tatsächlich vor ungefähr 40 Jahren erlebt habe: Eine Nachbarin wollte abnehmen. Sie kaufte sich teure Diätdrinks und nahm … kontinuierlich zu. Sie war wirklich sehr enttäuscht von dem Produkt und äußerte ihren Ärger folgendermaßen: „Es ist gar nicht so leicht, das Zeug zu trinken, denn eigentlich bin ich nach dem Essen viel zu satt dafür, aber ich quäle es mir halt rein. Und das Resultat? Ich werde immer dicker. Jetzt habe ich die Menge verdoppelt, mal sehen, ob es dann klappt.“)

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