Die Kunst, Feiertagsgrüße zu versenden

Bitte keine Massengrüße

Kennt ihr das? Jedes Jahr verstopfen uns süßlich-rührselige oder blödsinnig-seelenlose Weiterleitungen von sogenannten Weihnachtsgrüßen das E-Mail-Postfach und die Whatsapp-Nachrichten. Man erkennt sie oft schon daran, dass sie keine Anrede enthalten. Bei Whatsapp werden sie als „Weiterleitung“ gekennzeichnet,  in E-Mails findet man einen Haufen fremder E-Mail-Adressen über dem eigentlichen Text. Besonders schrecklich finde ich Nachrichten, die mich auffordern, ein nerviges Video oder eine endlose Power Point Präsentation anzusehen, wo dem Absender die eine Minute für eine persönliche Nachricht schon zu viel war.

Leider fällt es machen Leuten erst dann ein, dass Weihnachten naht, wenn diese Pseudogrüße und -wünsche bei ihnen einlaufen. Und was tun sie? Sie leiten den Unsinn auch noch weiter. Aber mal ehrlich: Welchen Wert hat für euch eine E-Mail, in der schon zig fremde E-Mail-Adressen und Zitatzeichen stehen, weil der Dödel, der die Mail weitergeschickt hat, vergessen hat, sie vor dem Versenden sauber zu entfernen?

E-Mails mit Schadsoftware

Bitte lasst euch nicht verleiten, Massen-E-Mails (ob an Feiertagen oder zwischendurch) an eure Freunde und Verwandten zu versenden. Ein solcher „Gruß“ kann für euch und die Empfänger nach hinten losgehen. Diese furchtbar rührseligen Massenmails werden oft nur dafür produziert und in Umlauf gebracht, um mit ihnen Viren und Trojaner zu transportieren. Weil die Hersteller von Schadsoftware genau wissen, wie häufig an Feiertagen solche E-Mails weitergeleitet werden, haben sie damit das perfekte Transportmittel für ihre Zwecke. Ich möchte nicht diejenige sein, die ihren Freunden und Verwandten Schadsoftware auf den PC schickt, nur weil ich es nicht schaffe, einen persönlichen Gruß zu senden.

Massen-E-Mails erkennen und richtig behandeln

Wenn ihr selbst eine solche Massen-E-Mail erhaltet, insbesondere die mit Dateianhang, löscht sie ungeöffnet. Die paar Sekunden oder Minuten der Rührung sind es nicht wert, anschließend tagelang damit zu verbringen, die Viren wieder vom Rechner zu bekommen.

Ihr erkennt Massen- und Schad-Mails an folgenden Merkmalen: Die Mail wurde an sehr viele Empfänger gleichzeitig gesendet, oder der Sender hat alle im BCC versendet, man sieht also noch nicht einmal seine eigene Adresse. Der Text ist sehr unpersönlich formuliert und verweist oft sogar nur auf den Anhang, den man öffnen soll. Man wird nicht mit Namen angesprochen, sondern mit einer Sammelfloskel. Wenn nur eins dieser Merkmale vorliegt, lösche ich die E-Mail ungeöffnet und sofort.

Echte Grüße ohne Zeitdruck vorbereiten

Schreibt lieber echte Grüße. Wenn es keine Karten oder Briefe sind, können es natürlich auch gern E-Mails sein, nur sollten sie wirklich selbst geschrieben sein und pro E-Mail nur einen Empfänger haben. Wenn ihr euch Zeit dafür nehmen wollt, könnt ihr eure Mails schon lange vor den Feiertagen schreiben und dann im E-Mail-Programm das Versanddatum festlegen. Geht es also gemütlich und mit etwas Weitsicht an, dann kommt keine Hektik auf.

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Foto: (c) Elsemargriet pixabay.com

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