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Chaostheorie

Woher kommt diese Unordnung?

Unordnung kann nur entstehen, wenn Dinge da sind und diese sich nicht an ihrem Platz befinden. Das heißt, wenn keine Dinge da wären, gäbe es auch keine Unordnung. Womit wir schon beim Thema sind. Wir besitzen zu viel und geben unseren Besitztümern keinen festen Platz oder wir geben ihnen einen festen Platz, tun sie aber nicht regelmäßig dahin zurück, weil die Schränke und Schubladen einfach zu voll sind.

Da es heute extrem billig ist, Dinge aller Art zu kaufen, besitzen wir viel zu viele davon. Wenn wir uns einmal bewusst machen, was diese Sachen für uns tun, dann stellen wir fest, dass viele unserer Besitztümer nutzlos oder anders ausgedrückt ohne Funktion sind. Das Einzige, was solche funktionslosen Dinge können, ist im Weg rumstehen und uns die Luft zum Atmen nehmen.

Hier ein kleiner Test:

Räumt aus einem Regal- oder Schrankfach alles raus. Übrig bleiben soll für diesen Test kein einziges Stück auf dieser waagerechten Oberfläche. (Wenn Ihr jetzt nicht die Energie für den Test habt, macht ihn in Gedanken mit.)

Zu jedem Teil, das ihr ausräumt, stellt euch folgende Fragen:

  1. Hatte ich dieses Teil innerhalb des letzten Jahres in der Hand?
  2. Werde ich es voraussichtlich innerhalb des nächsten Jahres in die Hand nehmen?
  3. Würde ich es vermissen oder gar neu kaufen, wenn ich es verloren hätte?
  4. Gehört es, wenn ich es regelmäßig benutze, an diesen Platz?
  5. Wenn nicht, weiß ich, wohin es gehört? Hat es eine „Heimat“?
  6. Und zu guter Letzt fragt euch mit Marie Kondo, ob das Teil euch ein gutes Gefühl gibt und ob es euch glücklich macht.

Die Dinge, bei denen ihr die ersten drei Fragen mit „nein“ beantwortet habt, füllen nur unnötig euren Raum. Da ist es wirklich sinnvoller, über eine baldige Entsorgung nachzudenken. Jedes Ding, das nicht da ist, kann auch keine Unordnung verursachen. Und wenn ihr dann immer noch nicht sicher seid, dann fragt euch ernsthaft, ob das Teil euch glücklich macht. Marie Kondo beschreibt diese Technik wundervoll in ihrem Buch Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert

Gegenstände, bei denen ihr die vierte und fünfte Frage mit „nein“ beantwortet, könnt ihr nun an ihren Platz räumen bzw. ihnen einen Platz zuweisen. Alles, was nicht an einem festen Platz steht, muss immer wieder gesucht werden. Deshalb ist es letzten Endes eine große Entlastung für alle, wenn man sich angewöhnt, Dingen eine Heimat zu geben.

Wenn ihr Sachen findet, für die ihr noch keinen Platz definiert habt, macht es jetzt. Der Schlüssel könnte zum Beispiel in die Diele gehören. In die obere Schublade der Kommode? Oder ans Schlüsselbrett hinter der Tür? Wenn ihr das festlegt, dann ist es auch so und dann ist es so auch richtig! Die Nagelschere könnte in die Kosmetiktasche oder in den Spiegelschrank gehören. Das entscheidet ihr mit eunrer Familie und dann ist diese Entscheidung verbindlich.

Jetzt stellt ausschließlich die Dinge, die ihr regelmäßig benutzt und die tatsächlich dort hingehören, zurück ins Regal oder in den Schrank: Wie viel bleibt übrig? Mehr als die Hälfte von dem, was ihr rausgeräumt habt? Das ist selten. Oft ist es deutlich weniger.

Unordnung ist das Produkt aus zu viel Besitz und zu wenig Funktion. Für Dinge ohne Funktion ist es unmöglich, einen passenden Platz zu finden und für zu viel Besitz ist es schwer, den notwendigen Raum zu finden.

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