Bettenpflege

Grundregeln der Bettenpflege

Oberbetten und Kopfkissen brauchen regelmäßig Pflege, denn wir geben nachts viele Hautschuppen und bis zu 1,5 Liter Schweiß an sie ab. Gutes und gepflegtes Bettzeug kann diese Mengen verkraften und für ein angenehmes Schlafklima sorgen. Um aber alles in einem gepflegten Zustand zu halten, sollten wir auch etwas dafür tun.

  • Daunen- und Federbetten sollte man ca. alle 2 bis 4 Jahre reinigen oder waschen.
  • Daunen- und Federkissen ca. alle 1 bis 2 Jahreszeit
  • Wolldecken sollte man möglichst wenig waschen und reinigen, dafür aber regelmäßig ausgeschütteln und leicht klopfen. Die Betonung liegt hier auf „leicht“, damit man die Struktur der Wollhaare nicht beschädigt.
  • Allergikerdecken und andere Spezialdecken, die nicht aus Naturmaterialien bestehen, sollte man genau nach den Angaben des Herstellers behandeln.

Oberbetten- und Kissenpflege (Daunen und Federn)

  • Daunen oder Federbetten bitte niemals klopfen oder schlagen, denn dadurch werden die Federkiele, in denen die wichtige Eigenfeuchtigkeit für die Elastizität gespeichert ist, zerstört. Die Daunen zerbröseln dann zu Staub, der harte Klumpen bildet.  Temperatur und Feuchtigkeit können so nicht mehr reguliert werden.
  • Daunen- oder Federbetten soll man niemals mit dem Staubsauger absaugen, denn dadurch wird das Inlett beschädigt und es ist nicht mehr staubdicht. So kann Schmutz in das Oberbett eindringen und es staubt anschließend auch mehr heraus. An besonders stark geschädigten Stellen drücken sich die Federn und Daunen heraus.
  • Daunen- oder Federbetten nicht in die Sonne legen, denn dort wird es zu heiß für die Federkiele, sie trocknen aus und zerbröseln. Das Oberbett wird klumpig und verliert seine Fähigkeit, Temperatur und Feuchtigkeit zu regulieren.
  • Wenn man Daunen- oder Federbetten selbst wäscht, sollte man ein spezielles Daunenwaschmittel oder wenigstens ein sehr mildes Feinwaschmittel benutzen. Als Waschprogramm eignen sich das Seiden- oder Wollprogramm.
  • Die Waschmaschine sollte groß genug für ein ganzes Oberbett sein. Wenn es zu eng in der Trommel ist, verteilt sich das Waschmittel nicht richtig und vor allem wäscht es sich beim Spülen nicht mehr richtig heraus. Eventuelle Waschmittelreste im Bettzeug belasten unsere Haut dann über Wochen und Monate. Möglicherweise können sie sogar zu Allerigen führen.
  • Eine zu kleine Waschtrommek kann das Oberbett so stark zerren, dass es reißt. Außerdem kann die Trommel einen Lagerschaden und eine Unwucht entwickeln. Dann sind gleich Oberbett und Waschmaschine hinüber … In Waschsalons findet ihr extra große Maschinen, aber man sollte viel Zeit und ein gutes Buch mitnehmen. 😉
  • Der Trockner sollte maximal auf 30 Grad eingestellt sein, um die Federkiele nicht durch Hitze zu zerstören. Er sollte groß genug sein, um das Oberbett locker bewegen zu können (zum Beispiel im Waschsalon oder Industrietrockner), die Trocknungszeit beträgt ungefähr 5 bis 6 Stunden … Da stellt sich mir die Frage, ob sich das noch lohnt, oder ob es nicht leichter ist, die Arbeit in einer Reinigung oder einem Bettenfachgeschäft machen zu lassen.
  • Ein paar Tennisbälle im Trockner helfen die Federn und Daunen aufzulockern.
  • Nach einigen Jahren Gebrauch verlieren die Daunen und Federn zum Teil ihre positiven Eigenschaften. Es ist aber nicht immer nötig, gleich das ganze Bett auszutauschen. Mitunter lohnt es sich, den zerstörten Anteil der Füllung herausfiltern und durch neues Material ersetzen zu lassen. Bei dem Vorgang wird das Bett gleich mit gereinigt. Wenn das Inlett schon unansehnlich oder undicht geworden ist, lässt man alles in ein neues Inlett füllen. Es lohnt sich auf jeden Fall, hier nach dem Preis zu fragen, bevor man gleich ein ganz neues Oberbett kauft.

Decken- und Kissenpflege (Wolle)

  • Schurwoll- oder Kamelhaardecken sollte man nicht selbst waschen (wenn es nicht ausdrücklich auf dem Label erlaubt ist), weil sie stark filzen und einlaufen können und dadurch alle ihre positiven Eigenschaften verlieren.
  • Wolldecken sollte man überhaupt nur sehr, sehr selten waschen oder reinigen lassen, weil das Haar von Natur aus schmutzabweisend und selbstreinigend imprägniert ist. Wenn man es durch Reinigen entfettet, nimmt man ihm diese wichtigen Eigenschaften und macht es anfällig für Milben, Pilze und Bakterien. Besser ist es, Wolldecken regelmäßig gründlich auszuschütteln und leicht zu klopfen.
  • Wolldecken werden beim Waschen so extrem schwer, dass sie das Lager der Waschtrommel beschädigen können.

Decken- und Kissenpflege (Synthetik, Seide und Mischgewebe)

  • Bei allen anderen Decken und Kissen, die ein Waschlabel haben, ist es grundsätzlich möglich, sie zu waschen. Man sollte aber unbedingt die Hinweise auf dem Label genau beachten.
  • Allergikerbetten sind besonders teuer und daher sollte man da besonders genau auf die Waschanleitung – oder das Waschverbot – achten.
  • Wann der Zeitpunkt für eine Neuanschaffung gekommen ist, hängt davon ab, wie gut wir unsere Betten pflegen. Wer regelmäßig die Decken und Kissen reinigen und auffüllen lässt, kann einige Jahrzehnte Freude daran haben. Menschen, die sehr stark schwitzen, kommen auch mit einer regelmäßigen Reinigung nur über 8 bis 10 Jahre damit aus. Am besten fühlt es der Schläfer selbst, ob er sich noch unter dem Oberbett und auf dem Kopfkissen noch wohl fühlt.
  • Ein ganz zentraler Punkt für die Bettenpflege ist übrigens, dass man mindestens wöchentlich die Bettwäsche wechselt. Wer sehr stark schwitzt, sollten es sogar noch öfter tun. Nach spätestens einer Woche sind die Fasern des Bettbezugs so von Schweiß und Hautschuppen verschmutzt und verstopft, dass sie nicht mehr in der Lage sind, das Oberbett vor Verschmutzung zu schützen.

Matratzenpflege

Matratzen und Matratzenauflagen sind genauso belastet, wie die Oberbetten. Sie brauchen dementsprechend eine regelmäßige Zuwendung, um ein angenehmes Schlafklima zu gewährleisten. Matratzenschoner schützen die Matratze von unten vor Abrieb durch den Lattenrost und vermeiden ein bisschen die Staubbildung unter dem Bett.

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Foto: (c) Pexels Pixabay.com