Advent stressfrei gestalten

Muss die Vorweihnachtszeit und die Weihnachtszeit immer Stress bedeuten?

Der Advent macht viele Menschen hektisch. Da ist noch so viel vorzubereiten. Es sind noch nicht alle Geschenke gekauft. Was würde sich eigentlich Uwe wünschen? Und wie sieht es mit Nadine aus? Und die ganzen Sachen, die man eigentlich noch rechtzeitig versenden wollte, die aber noch nicht eingepackt sind. Ja, vielleicht sind sie noch nicht einmal besorgt. Oder es hapert an der Karte, die man ja eigentlich noch dazu schreiben wollte. Gestaltet dieses Jahr euren Advent einmal wirklich stressfrei. Traut euch, eine ganz unperfekte Zeit zu haben und genießt sie.

Müssen es immer Geschenke zu Weihnachten sein?

Ich frage mich oft, warum die Menschen Weihnachten mögen. Bei vielen bedeutet es nur Stress und hohe Geldausgaben. Das ist nicht die Vorstellung, die ich von einem schönen Fest habe. Mir persönlich ist es wichtiger, eine gesellige Zeit mit Menschen zu verbringen, die ich mag. Ich möchte nicht Freude über Geschenke heucheln, die ich gar nicht wollte und bei denen ich mich frage, wie ich sie am schnellsten und diskretesten wieder los werde. Ich habe auch keine Lust, mich in Schulden zu stürzen, weil ich für jeden irgendetwas kaufen muss, weil es halt so üblich ist. Und die Beschenkten müssen sich dann ja auch wieder überlegen, wie sie die Sachen möglichst rasch und diskret wieder loswerden.

Heute werden viele Geschenke schon mit dem Kassenbon überreicht, damit der Beschenkte nach Weihnachten die tolle Gabe wieder in Geld umwandeln kann. Aber dann könnte man doch gleich Geld schenken. Man verabredet einfach, dass jeder jedem in einem Umschlag einen festgelegten Betrag überreicht. Nach den Feiertagen kann man dann – wenn alle sich an die Verabredung gehalten haben – den selben Betrag, den man vor den Feiertagen von der Bank geholt hat, wieder auf sein Konto einzahlen. Man könnte das System sogar noch weiter vereinfachen, indem man statt Geld einen Zettel in den Umschlag legt. Der enthält dann die Aufschrift: „Ich hätte dir jetzt wohl 100 Euro geschenkt“. Wenn sich alle an die vereinbarte Zahl halten, ist am Ende niemand jemandem etwas schuldig, weil das Geschenkekarussell ausgeglichen ist.

Muss es immer ein Sterne-Menü zu Weihnachten sein?

Zwar gibt es bei vielen Leuten zu Heiligabend eher einfache Gerichte, wie Kartoffelsalat und Würstchen. Aber an den eigentlichen Weihnachtsfeiertagen geht es dann an die hohe Kunst der Küche. Wenn man üblicherweise gerne kocht und das dann auch noch gemeinsam macht, finde ich das eine prima Idee. Wenn aber die Arbeit alleine an einer Person hängen bleibt, ist die Freude nicht ganz gleichmäßig verteilt. Deshalb überlegt euch, ob ihr ein großartiges Menü wollt und helft dann auch fleißig bei der Entstehung mit. So haben alle Freude daran.

Eine weitere Frage, die sich mir beim Thema Weihnachtsmenü aufdrängt, sind die Kosten. Ich finde es toll, mir mal hin und wieder etwas wirklich hochwertiges zu gönnen. Aber dann muss auch der Geldbeutel danach ausgestattet sein. Wenn ich nur noch 200 Euro auf dem Konto habe, brauche ich an den Feiertagen kein Koberind, da genügt mir auch ein gutes Stück Biofleisch oder ein prima zubereitetes Sellerieschnitzel.

Gegen den Perfektionismus

Wenn ihr das Gefühl habt, dass Weihnachten zu anstrengend (geworden) ist und oft zu Stress und Steit führt, dann versucht, eure Ansprüche an euch selbst und an eure Familien runterzufahren. Versucht mal ein Menü mit Gnocchi und Soße. Redet mal mit euren Lieben darüber, ob sie sich Weihnachten auch ohne Geschenke vorstellen könnten. Plant das, was ihr tatsächlich umsetzen wollt – ob jetzt sehr einfach oder doch ein bisschen anspruchsvoller – langfristig und teilt euch die Arbeit dafür mit allen gleichmäßig auf. Und wenn etwas nicht klappt, dann ist das eben so. Wenn zum Beispiel die Fleischbestellung vergessen wurde, ist das kein Grund zum Weinen. Wir werden nicht gleich den Hungertod sterben, wenn wir mal nur Beilagen bekommen. Dann freut euch einfach, dass ihr in diesem Jahr durch einen glücklichen Zufall das Geld fürs Fleisch eingespart habt. Wenn derjenige, der für die Weihnachtskarten zuständig war, sie vergessen hat, abzusenden, dann schreibt er halt noch rasch an Weihnachten eine liebe E-Mail oder SMS an jeden, den er eigentlich mit Karten beglücken wollte und sorgt im nächsten Jahr für eine bessere Organisation seiner Aufgaben.

Vermeidet zu hohe Anspruch an das Ergebnis von Vorbereitungen, denn es ist nicht möglich und nicht wünschenswert, immer 100 % zu erreichen. Das geht nur in Filmen und die brauchen manchmal 20 oder 30 Takes, bevor sie die eine perfekte Szene im Kasten haben, bei der wir Zuschauer dann vor Rührung Pippi in den Augen haben. Das ist nicht real und im echten Leben nicht zu schaffen. Also begnügt euch mit unperfekten Ergebnissen, versucht es mal stressfrei und lacht darüber, wenn ihr unter 0 % angekommen seid. 😉

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Foto: (c) Bru-nO pixabay.com

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