30 Ideen zur Freizeitgestaltung

 

Endlich Wochenende – und dann?

Jede Woche sehnen wir das Wochenende herbei und dann … wissen wir manchmal nicht, was wir damit anfangen können. Wie oft habt ihr schon einen ganzen Tag oder ein Wochenende auf dem Sofa vertrödelt, ohne euch zu irgendetwas aufraffen zu können?

Wenn das einmal passiert, ist es noch zu verkraften, doch wenn es jedes Wochenende so ist, läuft etwas falsch. Wenn das Wochenende vorbei ist, habt man dann vermutlich nicht das Gefühl, erholt und gestärkt in die neue Woche zu gehen.

Das andere Extrem ist der Aktionismus, der manche Menschen befällt, wenn sie ein freies Wochenende vor sich haben. Jede Minute ist verplant, keine Pause ist möglich, um mal für fünf Minuten die Augen zu schließen und gar nichts zu tun. Eine erholsame Freizeitgestaltung sieht anders aus.

Freizeit in Balance

 

Work-Life-Balance hat nichts damit zu tun, die Freizeit möglichst voll zu packen, aber auch nichts damit, tatenlos vor sich hin zu starren und auf bessere Zeiten zu hoffen nach dem Motto: „Wenn ich erst Urlaub habe / die Stelle gewechselt habe / in Rente bin, dann werde ich alles nachholen, was ich jetzt nicht tue.“

Zeit ist ein begrenztes Gut und niemand von uns weiß, ob er im Urlaub, in der neuen Stelle oder wenn er in Rente ist, überhaupt noch die Kraft hat, all die schönen Dinge zu tun, die er vorhatte. Vielleicht hat uns bis dahin längst eine Krankheit ereilt, die es uns unmöglich macht, endlich in den Klettergarten zu gehen. Selbst die schönen Wanderungen und Radtouren, von denen wir geträumt hatten, sind dann eventuell nicht mehr möglich. Wenn unsere finanziellen Möglichkeiten sich radikal zum Schlechten verändern, können wir uns eine spannende Freizeitgestaltung schlicht nicht mehr leisten. Dann haben wir noch nicht einmal Erinnerungen, von denen wir zehren können, weil wir immer nur auf bessere Zeiten gewartet haben.

Ihr könnt eure Zeit nicht aufsparen, deshalb ist sie ein besonders kostbares Gut, das ihr nicht ungenutzt verschleudern solltet. Wenn ihr Geld verliert, könnt ihr es mit etwas Mühe vielleicht wieder verdienen und euer Erspartes aufstocken. Zeit, die einmal verflossen ist, ist nie wieder einzuholen.

 

Freizeit selbst gestalten, statt sie gestalten zu lassen

Wer seine Freizeit plant, sollte sich vor allem von seinem eigenen Geschmack leiten lassen. Ich kenne Menschen, die jedes Wochenende mit Leuten verbringen, die ihnen in Tat und Wahrheit auf die Nerven gehen. Sie tun es, weil es ihnen zu schwer fällt, „nein“ zu sagen. Bevor sie den Konflikt wagen und die Pläne der anderen durchkreuzen, fügen sie sich lieber in ihr Schicksal und machen Woche für Woche die Dinge, die andere ihnen vermeintlich aufzwingen.

Als Begründung für ein solches Verhalten höre ich dann, dass „man ja niemandem weh tun will“, aber das ist Unsinn. Der einzige, dem man in der Situation nicht weh tun will, ist man selbst. Man fürchtet die Kritik, den Druck, die endlosen Diskussionen, in die die anderen einen verstricken könnten. Aber oft ist das gar nicht so. Die anderen glauben vielleicht, dass ihr von ihnen erwartet, dass sie euer Wochenende planen und bestimmen. Sie sind möglicherweise selbst schon von der Situation genervt und wagen es nicht, euch zu enttäuschen, weil sie dann die selben endlosen Diskussionen fürchten, vor denen ihr gerade Angst habt.

 

Freizeit planen

Wenn ihr mit eurer Freizeitgestaltung nicht glücklich seid, geht bei der Neuausrichtung in drei Schritten vor:

  1. Analysiert, wie ihr eure Freizeit zur Zeit lebt und was euch daran gefällt und was nicht.

  2. Macht eine lange Liste von Aktivitäten, die euch wirklich gefallen würden und gleicht sie mit euren realen Möglichkeiten (körperliche Konstitution, finanzielle Lage, Zeitbudget, Mitstreiter usw.) ab.

  3. Erstellt eine Freizeitliste, auf die ihr jederzeit zurückgreifen könnte, wenn euch mal nichts einfällt. Ich habe einen kleinen Karton, in den ich alle Flyer lege, die ich im Zusammenhang mit Freizeitgestaltung sammle. Wenn mir mal gar nichts einfällt, was ich tun könnte, nehme ich mir den Karton vor und finde darin fast immer etwas Schönes zu tun.

 

30 Ideen, was ihr an einem Wochenende machen könntet

  1. Fotografieren und filmen

  2. Einen Wellnesstag und / oder Saunabesuch machen

  3. Lesen oder ein Hörbuch hören

  4. Mit Freunden und / oder der Familie gemeinsam kochen und essen

  5. Einen Theaterbesuch machen

  6. Ein Konzert anhören

  7. Ins Kino gehen

  8. Ausgehen und tanzen

  9. Sporteln von Aerobic bis Zumba, von Federball spielen über Gewichtheben bis Yoga

  10. Einfache körperliche Aktivitäten wie Wandern, Walking, Nordic Walking, Radeln

  11. Golfen oder Minigolfen

  12. Segeln, Tretboot fahren, rudern, paddeln

  13. Tauchen, schwimmen oder im Freibad faulenzen

  14. Gemeinsam Gesellschaftsspiele oder Videospiele spielen

  15. Basteln mit Holz, Papier, Naturmaterialien, Ton, Perlen, Schmuck

  16. Dekorieren
  17. Textilarbeiten wir Nähen, Stricken, Häkeln, Weben

  18. In einem Chor singen

  19. In einer Tanzgruppe tanzen

  20. Laientheater spielen

  21. Geocaching

  22. Ein Musikinstrument spielen

  23. Kreuzworträtsel oder Sudokus lösen

  24. Meditieren, Entspannungstechniken anwenden

  25. Spazieren gehen

  26. Ins Museum gehen

  27. Freunde besuchen oder mit ihnen telefonieren

  28. In einem Sportverein aktiv sein

  29. Philosophieren

  30. Einen VHS-Kurs oder ähnliche Kurse besuchen

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