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Wohnraumplanung

Wer Ordnung halten will, muss vorher definieren, wohin Dinge gehören. Das geht einfacher, wenn man sich vorher überlegt, welche Bereiche in der Wohnung man für welche Beschäftigungen nutzt. Wenn ich mir überlegen muss, wohin ich die Seife sinnvollerweise tue, dann ist das leicht, weil ich nicht erst überlegen muss, wo ich mich denn wasche. Anders ist es mit CDs. Wo höre ich sie, sind es meine CDs oder die meines Kindes? Wo hört das Kind seine CDs?

Hier geht es zu ein paar Beispielen, worüber man nachdenken könnte,

wenn man ein Zimmer plant:

Wohnzimmer    Schlafzimmer    Kinderzimmer    Arbeitszimmer     Gästezimmer

Küche    Diele    Bad    Vorrats- / Abstellraum    Keller / Speicher    Garage

 

Bereiche im Wohnzimmer definieren:

Im Wohnzimmer kann es viele Funktionsbereiche geben: Familienzentrum, sich unterhalten, spielen, lesen, ausruhen, Besuch haben, Radio / Musik hören, TV / Video sehen, arbeiten, Hobbys, Basteln …

Ins „Medienzentrum“ gehören der Fernseher, das Radio, der CD- und DVD-Player, die Spielekonsole und sämtliches Zubehör wie CDs, DVDs, Kassetten, Controller und was es da sonst noch so gibt. So hat man alles zusammen und muss nicht immer durch die halbe Wohnung kramen, wenn man ein Spiel spielen oder eine DVD sehen will. Und nachher ist alles schnell wieder weggeräumt, weil man weiß, wo es hingehört und die Wege kurz sind.

Die Bücher können in einem Regal oder Schrank stehen, in dem auch ein Platz für die aktuellen Zeitschriften reserviert ist. So weiß man immer, wo man regelmäßig einen Blick hinwerfen sollte, um die nicht mehr aktuellen Zeitschriften und Hefte zu entsorgen. Brett- und Kartenspiele könnten ebenfalls an einem festen Platz in einem Regal oder Schrank aufbewahrt werden.

Für die Leseecke braucht man einen gemütlichen Sitzbereich und gute Beleuchtung. Für den Ruhebereich vielleicht gut erreichbar eine oder mehrere Wolldecken, die dann schnell wieder verschwinden können, wenn die kleine Pause vorbei ist.

Zum Arbeiten genügt in der Regel ein Platz, an dem man sitzen, seinen PC aufstellen und ungestört für die Zeit des Arbeitens seine Unterlagen ausbreiten kann, sowie ein Schrank oder Schrankfach, in dem man seine Utensilien aufbewahren kann. Wenn da zufällig ein nicht oder kaum genutzter Esstisch steht, wäre er als Arbeitsplatz denkbar. Der Vorteil: Man muss nach „Feierabend“ wirklich alles vom Tisch haben. Der Nachteil: Man muss nach „Feierabend“ wirklich alles vom Tisch haben. Hier kann sich jeder die Frage stellen, ob für sie oder ihn die Vor- oder Nachteile überwiegen. Ansonsten könnte man sich einen Sekretär einrichten, den man nach getaner Arbeit zuklappt.

Ähnliche Überlegungen wie zum Arbeiten im Wohnzimmer, muss man sich zum Thema Hobby machen. Wohin mit den Utensilien, solange sie nicht benutzt werden, wo damit arbeiten, wenn man sie dann hervorholt und zusätzlich muss man sich noch fragen, wie man den Bereich vor eventuellen Schäden schützen durch Farben, Kleber oder anderes Bastelzeug schützen kann. Reicht eine Wachstuchdecke, die man nach Gebrauch zusammenfalten und in den Schrank zu den Bastelsachen legen kann oder braucht man für sein Hobby eine eigene Arbeitsplatte, die man in den bastelfreien Zeiten hinter den Schrank schiebt oder wegklappt?

Im TV- und Spielekonsolenbereich braucht man die Möglichkeit, den Lichteinfall zu regulieren, eventuell gute Vorhänge oder eine störungsfreie Position des Bildschirms. Nichts ist nerviger bei einem Videospiel, als mit seinem Helden immer wieder in den Abgrund zu stürzen, nur weil der Bildschirm reflektiert.

Bereiche im Schlafzimmer definieren:

Im Schlafzimmer kann man versuchen, nur zu schlafen und die saubere Wäsche aufzubewahren. Bett, Nachtschränkchen, Kleiderschrank und sonst möglichst gar nichts!

Um zu verdeutlichen, was ich meine, hier ein Beispiel:

Ihr habt einen Urlaub gebucht und betretet zum ersten Mal das Hotelzimmer.

Zu sehen sind:

Ein Bett, zwei Nachtschränkchen, ein Tisch, ein oder zwei Sessel oder Stühle, ein Kleiderschrank, ein Bügelbrett, ein Bügeleisen, ein Abfalleimer, ein Korb voller Bügelwäsche, eine Leiter, einige Klappstühle, ein zusammengerollter Teppich vor dem Fenster, ein Staubsauger, ein Putzeimer, mehrere Mops, ein Besen, ein Handfeger und ein kaputtes Kehrblech, eine Kiste Legosteine, eine Bohrmaschine, ein Päckchen Schrauben, Nägel und Zangen. Auf dem Kleiderschrank stehen ein alter Fernseher, ein großer Karton mit der Abbildung eines Ventilators, ein paar graue und braune Kartons mit unbekanntem Inhalt.

Das Bett ist mit einer alten, fadenscheinigen Biberbettwäsche bezogen und das Laken hat auch schon seine besten Tage hinter sich.

Kaum vorstellbar, dass man das akzeptieren würde, oder? Aber viele Schlafzimmer sehen leider so aus.

Das Schlafzimmer sollte ein Erholungsbereich sein. Hier holt man sich seine tägliche kleine Dosis Urlaub. Deshalb haltet das Schlafzimmer frei von unnötigen Dingen, die ihm die Gemütlichkeit und Entspannungsatmosphäre rauben. Schließlich halten wir uns ein Drittel unseres Lebens darin auf. Da sollte es dann schon schön sein, sich dort aufzuhalten.

Wichtig sind ein gut funktionierender Kleiderschrank, ein gutes, bequemes Bett mit schönem Bettzeug, Lampen, mit denen man gut lesen kann, ohne den Partner zu stören und Nachttischen.

Ein Schlafzimmer sollte möglichst frei von elektronischen Geräten wie Telefon, Fernseher, Spielekonsolen sein, weil sie bei empfindlichen Menschen den Schlaf stören können.

Wer das Schlafzimmer zum Bügeln braucht, sollte die Bügelwäsche und das Bügelbrett und –eisen so aufbewahren, dass er die Sachen nicht gleich sieht, wenn er ins Schlafzimmer kommt bzw. im Bett liegt. Zum arbeiten holt man die Dinge erst dann hervor, wenn man zur Tat schreitet und räumt anschließend wieder alles weg.

Wenn man wirklich an keinen anderen Ort als im Schlafzimmer seinen Schreibtisch aufzustellen kann, sollte man wenigstens dafür sorgen, dass er zum Abend immer leer ist (Das sollte man auch aus bürotechnischer Sicht tun.) Wenn irgend möglich, sollte man den Schreibtischbereich mit einem Sichtschutz vom Schlafbereich trennen. Und immer mal wieder überlegen, ob es nicht doch möglich ist, den Schreibplatz ins Wohnzimmer, in die Diele oder sonst einen Raum zu integrieren.

Bereiche im Kinderzimmer definieren:

Ein Kinderzimmer hat viele Funktionen, und dieser Tatsache sollte man immer Rechnung tragen, wenn man es plant. Auch Kinder brauchen ihre Erholung durch ungestörten Schlaf. Wenn man sich manche Kinderzimmer ansieht, kann man es fast nicht glauben. Wie soll ein Kind Ordnung halten, wenn es überhaupt keine Struktur im Zimmer gibt?

Wichtig ist, erst einmal zu ermitteln, welche Art von Kind man hat. Ein/e Jäger/in und Sammler/in, die/der sehr viel Stauraum für ihre/seine Schätze braucht oder ein/e Purist/in, die/der viel Platz und freien Raum zur Entfaltung ihrer/seiner Persönlichkeit braucht? (Ich habe hier ausnahmsweise die komplizierte Form der Geschlechtertrennung gewählt, um zu verdeutlichen, dass es auch durchaus weibliche Jäger und männliche Puristen gibt.) Zunächst sollte man gemeinsam mit dem Kind versuchen, herauszufinden, welche konkreten Bedürfnisse es hat. Jäger und Sammler brauchen einfach jede Menge Schubladen, nach Themen sortiert. Puristen brauchen ihren Freiraum und vertragen es auch nur sehr schlecht, wenn die Eltern – da der kleine Purist ja kaum etwas im Zimmer hat – noch einen zusätzlichen Kleider- oder Vorratsschrank in dessen Zimmer deponieren.

Ein Bastelfreak braucht einen Bastelbereich. Dort liegt der ganze Bastelkram wohlsortiert zum Beispiel in einem Schubladencontainer, den man bei Bedarf hervorholen kann. Dafür braucht man natürlich auch einen ausreichend großen Tisch / Schreibtisch der mit einer Wachstuchdecke vor Kleber, Farben und anderen Bastelutensilien geschützt werden kann.

Ein Kind, das gern PC-Spiele spielt, sollte dafür die Sachen alle in einem Bereich gut sortiert haben. PC-Spiele fallen thematisch schon in den Bereich der weniger entspannenden Tätigkeiten, also zählen sie eher zu Arbeit und sollten vom Bett klar getrennt sein. TV und Spielkonsole am Bett sind der Gesundheit und Erholung nicht förderlich, weil sie den ruhigen Schlaf stören könnten.

Der Schlaf- und Arbeitsbereich sollten strikt getrennt sein, vielleicht durch ein Regal oder einen Paravent. Denn, auch Schularbeiten sind Arbeit und davon sollte sich das Kind spätestens abends im Bett frei machen können.

Bereiche im Arbeitszimmer definieren:

Wenn möglich, sollte man den Arbeitsbereich nicht im Schlafzimmer einrichten. Natürlich hat nicht jeder ein separates Arbeitszimmer, aber dann lohnt es sich zu überlegen, ob nicht ein Arbeitsbereich im Wohnzimmer oder in der Diele eingerichtet werden kann. Wenn das absolut nicht möglich ist, bleibt wohl nichts anderes übrig, als ins Schlafzimmer auszuweichen, aber – wie schon unter dem Punkt „Bereiche im Schlafzimmer definieren“ beschrieben – sollte man immer versuchen, den Schreibtisch abends leer zu haben.

Wenn man zu den Glücklichen zählt, die ein separates Arbeitszimmer haben, kann man sich überlegen, was alles im Arbeitszimmer stattfinden soll. Ist es nur als Büro gedacht oder fällt bei Euch unter den Oberbegriff „Arbeit“ vielleicht auch Basteln, Bügeln, Nähen, Malen, PC-Spiele spielen? Dann ist es sinnvoll, für die verschiedenen Bereiche Zonen einzurichten.

In der Bastelzone könnte das Zubehör in einem Schubladencontainer liegen, den man bei Bedarf hervorholen kann. Dafür braucht man natürlich auch einen ausreichend großen Tisch / Schreibtisch der vor Kleber, Farben und anderen Bastelutensilien mit einer Wachstuchdecke geschützt wird.

Zum Nähen braucht man einen Tisch mit guter Beleuchtung, auf dem die Nähmaschine notfalls auch mal stehen bleiben kann, weil Nähaktionen nicht immer an einem Tag erledigt werden können. Das Nähzeug könnte ebenfalls in einem Schubladencontainer oder einer Kommode aufbewahrt werden. Hauptsache, dass alle Utensilien an einem Platz zu finden sind und man nicht durch die halbe Wohnung rennen muss, um eine Schere oder die Ersatznadeln für die Nähmaschine zu finden. Die Stoffe und Stoffreste sind ebenfalls am besten in der Nähe der Maschine untergebracht, so verteilt sich die Arbeit nicht über das ganze Haus.

PC-Arbeiten und PC-Spiele lassen sich gut um den Schreibtisch herum organisieren, auch hier sollten alle Dinge, die zum Thema gehören, an einem Ort versammelt sein.

Bereiche im Gästezimmer definieren:

Bevor man die Bereiche definiert, müsste man wissen, wie häufig das Gästezimmer als solches benutzt werden soll. Wird es sehr häufig von Gästen bewohnt, kann man es kaum gleichzeitig als Arbeits- oder Bastelzimmer einrichten. Wenn man nur hin und wieder mal für Gäste eine Unterkunft braucht, ist ein Kombination vieler Funktionen in dem Zimmer denkbar. Siehe dann auch „Bereiche im Arbeitszimmer definieren“

Bereiche in der Küche definieren:

Es klingt so banal, dass ich mich kaum traue, es zu schreiben. Aber ich weiß, wie manche Küchen organisiert sind und deshalb braucht der eine oder andere doch einen kleinen Wink auf eine praktische Küchenorganisation:

Da wo ich koche, sollten die Töpfe und Pfannen in der Nähe stehen. Schwere Dinge immer unten, leichtere können höher untergebracht sein. Die Töpfe, die ich jeden Tag benutze sollten leicht erreichbar vorn stehen, die seltener gebrauchten Dinge, wie ein Schnellkochtopf, können weiter hinten stehen. Der Römertopf, der nur im November für die Martinsgans rausgeholt wird, kann auch im Keller stehen, bis er wieder dran ist.

Kochlöffel, Rührlöffel, Schöpfkellen was auch immer sollte in der Nähe des Herdes sein. Wenn man häufig kocht, lohnt sich eine Leiste, an der die Dinge über dem Herd hängen. Wenn man eher der sporadische Kocher ist, sollten die Dinge lieber in einer Schublade liegen, weil sie sonst nur vollstauben. Auch die Messer sollten in direkter Reichweite zum Herd sein, zum Beispiel in einem Messerblock oder einer gut sortierten Schublade neben dem Herd.

Schwere oder scharfe Gegenständen sowie Putzmittel müssen immer unterhalb der Augenhöhe lagern, so scheiden schon mal eine Menge Haushaltsunfälle aus, weil sie sich gar nicht erst ereignen.

Grundsätzlich gilt: Alles, was man regelmäßig und häufig benutzt, muss gut erreichbar sein, alles, was man selten oder sehr selten benutzen, kann ganz oben oder ganz unten hinten stehen. Wer Sorge hat, die Dinge dann zum gewünschten Zeitpunkt nicht wieder zu finden, klebt sich eine Klarsichthülle mit Zettel in einen Küchenschrank und notiert dort, wo er die selten benutzten Geräte untergebracht hat. Dort kann man dann auch gut eintragen, wenn man zum Beispiel die Saftpresse an Erwin und Paula verliehen hat.

Gewürze sollten in der Nähe des Herdes griffbereit, aber nicht direkt den Kochdämpfen ausgesetzt sein oder zu warm stehen, weil sie sonst ihre Würzkraft verlieren und eventuell sogar verderben.

Wenn man seine Vorräte in den Küchenschränken aufbewahrt, sind Teleskopschubladen unschlagbar übersichtlich. Je tiefer ein Ort liegt, desto kühler ist er und umgekehrt je höher, desto wärmer. Lebensmittelvorräte lagern deshalb am besten in den tieferen Regionen der Küchenschränke, wenn man keinen kühlen Vorratsraum hat.

Putzmittel und –utensilien sollten vor dem Zugriff von Kindern sicher sein und gleichzeitig auf einen Griff erreichbar. Ganz nützlich ist eine kleine Plastikwanne oder eine offene Werkzeugbox mit Tragegriff, da dort alles hinein passt und man das Putzzeug bei Bedarf mit einem Griff hervorholen kann.

Bereiche in der Diele definieren:

Im Eingangsbereich sollte es einen festen Platz für die Schlüssel geben, damit man nicht jedes Mal, wenn man das Haus verlässt, danach suchen muss. Der Platz sollte nicht auf Armlänge von der Tür erreichbar sein, damit niemand, dem man nur kurz die Tür öffnet, ans Schlüsselbrett greifen und sich einen Bund wegnehmen kann. Sinnvoll wären ein Schlüsselbrett hinter der Tür oder eine Schublade im Flurschrank.

Die nächste Frage ist, ob es genug Platz für die Schuhe gibt. Möglicherweise könnt Ihr den Platz für die aktuell genutzten Schuhe und den für die selten genutzten Spezialitäten trennen. Hauptsache, alle Schuhe bekommen einen festen Platz und fliegen nicht überall in der Diele oder Wohnung herum. Ein vollgeräumter Fußboden sieht immer unordentlich aus, egal, wie toll man drumherum alles in Ordnung hält. Es gibt viele Möglichkeiten, seltener genutzte Schuhe aufzubewahren. Zum Beispiel in Schuhkartons mit einem Foto der Schuhe auf dem Karton. Aber man sollte sich nicht verleiten lassen, extra dafür Kartons zu kaufen (es sei denn, man findet das wirklich überzeugend chic). Da ist ein Schuhschrank tatsächlich billiger und er hat ein größeres Fassungsvermögen. Außerdem finde ich persönlich es sogar ein bisschen lästig, jedes Mal die Schuhe wieder in den richtigen Karton zu sortieren. Deshalb wäre es bei mir fraglich, ob mir das System beim Ordnung halten helfen würde.

Gibt es eine Garderobe für die Mäntel und Jacken? Die Garderobe sollte zur Zone für aktuell genutzte Straßenkleidung erklärt werden, der Rest gehört in den Kleiderschrank oder in einen abgetrennten Bereich im Schlafzimmer. Sonst füllt sich die Garderobe immer mehr mit Mänteln und Jacken, bis man nichts mehr finden kann und im Zweifel die Sachen dann vom Haken fallen und lose herumliegen.

Halstücher und Mützen, Schals und Handschuhe sollten ebenfalls einen festen Platz haben, sonst fliegen sie überall herum.

Wenn es möglich ist, Schränke oder Kommoden im Flur aufzustellen, hat man schon mal viel an Ordnung gewonnen. Jedes Teil, das hinter einer geschlossenen Tür liegt, stört nicht den Raumeindruck.

Gibt es eine Ablage für die Post, wo sich jedes Familienmitglied seine Sachen mit ins Zimmer nehmen kann? Je nach Familiengröße kann das sinnvoll sein. Man kann aber auch einen Platz im Wohnzimmer oder in der Küche für die Post zu definieren, Hauptsache jeder weiß, wo er sie finden kann.

Für Dinge, die man beim nächsten Verlassen des Hauses mitnehmen will, wie zum Beispiel Schuhe zur Reparatur bringen, Brief einwerfen, geliehenes Buch zur Freundin mitnehmen usw. empfiehlt sich eine Ablage im Flur, die einem beim Verlassen der Wohnung immer gleich ins Auge springt. Bei ganz wichtigen Dingen, hänge ich das Teil an die Türklinke, so kann ich es garantiert nicht vergessen.

Wer eine größere Familie hat, könnte ein Fach für Dinge einzurichten, die man gerade keiner Person zuordnen kann, für sogenannte „Irrläufer“. Jedes dieser Dinge kommt dann dort hinein. Wenn jemand etwas vermisst, schaut er erst einmal in dem Fach nach. Einmal in der Woche kann man dann die Familie aktiv mit den Fundstücken konfrontieren und konsequent alles entsorgen, das keinen Interessenten findet.

Bereiche im Bad definieren:

Ein paar Vorüberlegungen: Hat jedes Familienmitglied sein eigenes Duschgel, Shampoo, Deo? Gibt es die Möglichkeit, die Flaschen und Tuben, die Dosen und Tiegel hinter verschlossenen Türen aufzubewahren? Wer den Platz und das Geld hat, könnte sich einen passenden Schrank anschaffen, in dem jeder sein Fach hat und in den jeder sofort nach Gebrauch seine Utensilien zurück räumt. Das Bad sieht sofort viel ordentlicher aus.

Wer sein Waschpulver, den Weichspüler und sonstiges Zubehör für die Waschmaschine im Bad aufbewahrt, sollte dafür sorgen, dass diese Dinge in einem gut verschlossenen Behälter sind, weil offenes Waschpulver (besonders in Feuchträumen) schnell seine Waschkraft verliert. In einen Waschbeckenunterschrank oder einer Schublade unter der Waschmaschine wären sie zudem auch noch schön weggeräumt.

Auf der Spiegelablage sollte nicht viel mehr als die Zahnbürsten und die Zahncreme stehen. Haarbürsten und Kämme machen immer einen schlechten Eindruck auf Spiegelablagen, weil man sie nie ganz haarfrei bekommt. Man sollte möglichst viele Utensilien hinter verschlossene Türen bringen und wenn möglich auch noch mengenmäßig reduzieren.

Wenn jedes Familienmitglied eine große Menge an Badeutensilien hat, könnte man jedem eine Plastikbox mit Deckel geben, wo er seine Dinge aufbewahrt. Die sind stapelbar und können entweder beschriftet werden oder jeder bekommt eine andere Farbe. So hat man bei Bedarf immer seine Sachen bereit. Deckel auf und los gehts.

Kosmetikartikel kann man gut gesammelt in einem Körbchen oder einer verschließbaren Dose aufbewahren. So können sie nicht zustauben und man kann im Notfall auch mal mit dem ganzen Kosmetiksortiment in einen anderen Raum ausweichen, wenn im Bad zu viel Betrieb ist.

Wer gern Vorräte fürs Bad hat, aber dort nur wenig Platz ist, sollte die ganzen Nachschubflaschen auslagern. Bestimmt findet sich im Keller oder in einem Küchen- oder Dielenschrank ein Platz dafür. Aber bedenkt bitte dabei, dass sowohl Produkte für die Körperhygiene als auch Putz- und Waschmittel nur eine begrenzte Wirksamkeit haben. Die Wirkstoffe darin verlieren mit der Zeit ihre Reinigungs- oder Pflegekraft.

Hat jeder eigene Handtuchhaken? Ein Hauptgrund, warum Handtücher immer auf dem Fußboden landen, ist die Tatsache, dass ein eigener Handtuchhaken fehlt. Vom Fußboden will aber niemand das Handtuch noch einmal benutzen, also wird am nächsten Tag ein neues rausgeholt, das alte tritt sich derweil fest. Was das Wäscheaufkommen natürlich in die Höhe schraubt, weil jeden Tag ein neues Handtuch pro Person gebraucht wird. Wenn ihr genügend Handtuchhaken anbringt, könnt ihr den wöchentlichen Handtuchverbrauch deutlich herunterschrauben. Viel Geld und Arbeit gespart mit wirklich wenig Aufwand!

Folgende Haken sollte man planen: Einen für Gäste nah am Waschbecken, für jedes Familienmitglied je einen in normaler Höhe und einen mindestens in Augenhöhe (die Badehandtücher sollen ja nicht am Boden schleifen). Eine gute Lösung für Badehandtücher ist eine Hakenschiene, die man von innen an die Badezimmertür hängt. Sie ist so hoch, dass die Badehandtücher garantiert nicht bis auf den Boden reichen.

Handtücher sollten nicht im unmittelbaren „Spritzbereich“ der Toilette hängen. Bei jedem Spülen spritzt das Spülwasser der Toilette auch ein wenig über den Rand und an die Wände. Das lässt sich nicht vermeiden. Vermeiden lässt sich aber, dass es genau auf das Handtuch spritzt, mit dem sich dann jemand das Gesicht abtrocknen möchte.

Bereiche im Abstellraum / Vorratsraum definieren:

Im Abstellraum kann man Bereiche für Lebensmittel, Getränke, Putzmittel und –utensilien, Küchenmaschinen und Töpfe, Pfannen usw. einteilen. Häufig benutzte oder benötigte Dinge sollten leicht erreichbar stehen, die selten genutzten Dinge können ganz oben oder unten, hinten in den Regalen oder Schränken stehen.

Lebensmittel und Getränke sollten am kühlsten Platz stehen, also möglichst unten; Putzmittel so, dass Kinder sie nicht erreichen können. Ein Abstellraum sollte gut beleuchtet sein, da er von Natur aus eher eng und meist ohne Fenster ist.

Bereiche in Keller und Speicher definieren:

Lebensmittel und Getränke können gut im Keller lagern, wenn er sauber ist und die Lebensmittel gut verschlossen sind, da es dort in der Regel nicht zu warm wird. Wenn es sich natürlich gleichzeitig um den Heizungskeller handelt, sind die Lebensmittel hier nicht gut aufgehoben. Außerdem kann man im Keller gut Werkzeuge und Werkzeugmaschinen aufheben. Es ist auch hier sinnvoll, feste Bereiche festzulegen, damit man nicht am Ende den Schraubenzieher zwischen den Gläsern mit der Erdbeermarmelade suchen muss. Viele nutzen einen Teil des Kellers auch als Fahrradgarage. Der Platz sollte so gewählt werden, dass man an alle anderen Dinge im Keller trotzdem ungehindert heran kann. Es kann schon sehr nerven, wenn man immer erst die Fahrräder ausparken muss, um an andere Dinge heranzukommen.

Auf dem Speicher kann man, wenn er zuverlässig dicht ist, z.B. die Winter- oder Sommerkleidung aufbewahren, wenn sie aktuell nicht gebraucht wird. Auch Bettwaren sind hier gut aufgehoben. Wenn man im Keller nicht genug Platz hat, kann auf dem Speicher auch sonst alles lagern, das nicht in den Bereich Lebensmittel und Getränke gehört.

Sowohl in Keller als auch auf dem Speicher sollte man dafür sorgen, dass die gelagerten Sachen gut verpackt sind, da man nie absolut sicher sein kann, dass mal Feuchtigkeit eindringt und man es über Tage, Wochen oder gar Monate hin nicht bemerkt.

Bereiche in der Garage definieren:

Insbesondere, wenn man keinen oder nur einen kleinen Keller hat, bietet sich die Garage an, um dort Werkzeug zu lagern, das man vor allem für Auto, Motorrad und Fahrrad benötigt. Wenn man genug Platz hat, können die Fahrräder der Familie ebenfalls dort untergebracht werden.

Für Fahrräder gibt es Hängehalterungen, die man an der Wand anbringen kann. So bleibt der Bereich fürs Auto etwas größer. Im hinteren Bereich der Garage ist meist genug Platz, um ein einfaches Regal aufzustellen.

 

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