Startplan
Aller Anfang ist leicht!
Jeder, der hier nach Anregungen sucht, befindet sich in seiner individuellen Situation. Die einen leben im totalen Chaos und haben das Gefühl, diesen Berg Arbeit niemals bewältigen zu können, andere haben nur mit einer latenten Unordnung zu kämpfen, die sie aber irgendwie immer noch gemeistert bekommen. Wieder andere wollen einfach schauen, ob sie ihren Haushalt nicht noch ein bisschen effektiver führen können, als sie es ohnehin schon tun. Jeder hat also andere Startbedingungen und kann bei Olgas Programm sein eigenes Tempo vorlegen. Für den Anfang empfehle ich allen, die sich im Haushalt nicht so sicher fühlen, die Schritte von Anfang an mit zu machen, um durch die Routine den Ordnungsinn quasi wie einen Muskel zu trainieren. Jegliche Hektik ist hier fehl am Platz. Gerade die, die sich mit völlig chaotischen Zuständen rumquälen, sind meist die größten Perfektionisten. Das klingt vielleicht absurd, wenn man sich die so gar nicht perfekten Wohnumstände ansieht, aber es ist tatsächlich so, dass der viel zu hohe Anspruch an sich selbst oft der schlimmste Feind bei der Hausarbeit ist.
Bitte merken Sie sich als oberste Regel:
Immer hübsch langsam!
So wie ein hoher Berg für einen gut trainierten Bergsteiger ein Klacks ist, so ist für eine geübte Hausfrau und einen geübten Hausmann das Ordnung schaffen ein Klacks, wenn man die Technik beherrscht und durch gutes Training die Routinen sitzt. Es geht vor allem um Gewohnheiten, Übung, ein bisschen theoretischen Hintergrund und den Spaß an der Sache.
Wie jeder Sportler mit seinem Sport langsam beginnen muss, um sich nicht zu verletzen und sich den Sport nicht zu verleiden, so gehen wir hier das „Ordnungstraining“ auch langsam an. Und wie jeder Sportler nur durch Beharrlichkeit ans Ziel kommt, so ist es beim Üben von Ordnung ebenfalls. Wenn man sich ein Verhalten angewöhnen will, muss man es mindestens 30 Mal wiederholen, bis es so verinnerlicht ist, dass es schon nahezu automatisch abläuft. Und da niemand ein stundenlanges Workout will, dass ihm die Kraft für alle anderen Aktivitäten raubt, machen wir es hier wirklich in winzig kleinen Schritten, die jeder schaffen kann.
Womit anfangen?
Der Startplan befasst sich zunächst einmal mit dem Thema „Aufräumen“, das heißt, mit Dingen, die eine Funktion haben und die in den Haushalt gehören. Ab der dritten Woche kommt dann das Thema „Entrümpeln“ hinzu.
Wenn man sich angewöhnen will, regelmäßig und ohne Stress Ordnung zu halten, dann helfen vereinzelte Hau-Ruck-Entrümpelungsaktionen alleine nicht viel, weil sie nicht zu einer Verhaltensänderung führen. Man kann das mit Crash-Diäten vergleichen, bei denen man innerhalb kürzester Zeit viel Gewicht verliert, aber anschließend wieder in altes Verhalten zurückfällt und noch mehr zunimmt, als man vorher abgenommen hatte. Wenn Sie sich also für die Hau-Ruck-Methode zum Entrümpeln entscheiden, sollten Sie spätestens danach dann auch daran arbeiten, dass Sie sich mit den kleinen Schritten des Aufräumens und der Schritt-für-Schritt-Methode des Entrümpelns befassen.
Das Angewöhnen von kleinen, verträglichen Schritten, führt mit der Zeit zu einem entspannten Verhältnis zu Ordnung und Sauberkeit. Und das mit einem gleichzeitigen Zuwachs von Selbstvertrauen, Sicherheit, Entspanntheit und Freude an der Sache. Bei Olga Ordentlich soll das Belohnungszentrum im Gehirn jeden Tag ein Leckerchen bekommen, damit der Spaß an der Sache für Sie gleichzeitig zum Motor für die Sache wird.
Doch erst entrümpeln?
Wenn bei Ihnen die Situation schon so verfahren ist, dass Aufräumen gar nicht möglich ist, müssen Sie eben doch zu Anfang eine „Crash-Diät“ für die Wohnung angehen und später das Aufräumen trainieren. Wie auch immer Sie sich entscheiden, es ist wichtig, die Sache strukturiert und geplant anzugehen, um keine Energie zu vergeuden und den Spaß bei der Sache nicht zu verlieren.
Eine ausführliche Entrümpelungswoche habe ich übrigens für die Woche vom 07. bis zum 11. November geplant, da gibt es hier jeden Tag etwas zum Thema.
Wer sich entschließt, erst mal gründlich zu entrümpel, kann anschließend den Startplan in kleinen Schritte einfach nachholen oder vielleicht parallel mitgehen. Jeder arbeitet in seinem Tempo und nach seinen Möglichkeiten.
Sie sind der Boss in Ihrem Haushalt
und Sie bestimmen IhrTempo!
Jeder kann jederzeit ins Programm einsteigen
Hier kann jeder, egal, wann er anfängt Olga Ordentlich zu lesen, die Schritte für sich selbst und in seinem eigenen Tempo nachgehen. Viele zusätzliche Informationen finden Sie auf den Seiten, die am unteren Seitenrand zu finden sind. Alle bisher erschienenen Artikel und Kommentare können Sie über die Kategorien, die Schlagwortwolke und die Suchfunktion mit Volltextsuche leicht finden.
Auf gehts und viel Spaß!
Erste Woche:
Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4 Tag 5 Tag 6 Tag 7
Zweite Woche:
Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4 Tag 5 Tag 6 Tag 7
Dritte Woche:
Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4 Tag 5 Tag 6 Tag 7
Vierte Woche:
Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4 Tag 5 Tag 6 Tag 7
Fünfte Woche:
Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4 Tag 5 Tag 6 Tag 7

Am Ende der Fünf Wochen sollen Sie diese täglichen Morgen- und Abendroutinen schon ein bisschen verinnerlicht haben. Bitte bleiben Sie weiterhin am Ball!
Hier noch mal eine Zusammenfassung:
1. Schlafzimmer
Schlagen Sie sofort nach dem Aufstehen die Betten weit auf, damit sie gut lüften können. Öffnen Sie die Fenster und lassen frische Luft herein. Nach dem Duschen und Ankleiden schließen Sie die Fenster und machen die Betten, so sieht der Raum schon gleich viel ordentlicher aus.
Am Abend lüften Sie noch einmal das Schlafzimmer für zehn Minuten. In frischer Luft lässt es sich viel besser schlafen.
2. Sich selbst für den Tag bzw. für die Nacht fertig machen
Die Betten lüften bereits, Sie haben also Zeit, sich für den Tag fertig zu machen. Wenn man fertig angezogen und frisiert ist, fühlt man sich in der Regel leistungsfähiger, als wenn man noch im Schlafanzug herumläuft. Außerdem ist der Schlafanzug dafür da, im Bett getragen zu werden. Wenn man ihn also anhat, während man die Wohnung aufräumt und putzt, wird er schmutzig und man sollten ihn dann nicht in der nächsten Nacht wieder im Bett tragen. Es ist nicht gerade erholsam in einem durchgeschwitzten, staubigen Kleidungsstück ins Bett zu gehen.
Machen Sie sich für die Nacht ordentlich fertig. Schminken Sie sich ab, damit die Haut gut atmen kann. Ziehen Sie zur Nacht einen frischen Schlafanzug oder ein Nachthemd an. Wenn Sie normale Nachtwäsche nicht mögen, ernennen Sie einfach Kleidungsstücke Ihrer Wahl zur Nachtwäsche, aber dann nehmen Sie sie auch nur noch fürs Bett.
3. Küche
Wie das Bett im Schlafzimmer, so ist die Spüle in der Küche der zentrale Blickfang. Wenn die Spüle sauber ist und glänzt, erscheint gleich die ganze Küche in einem anderen Licht. Machen Sie es sich zur guten Gewohnheit, jeden Abend, bevor Sie schlafen gehen, die Spülmaschine auszuräumen, alles was sich am Abend angesammelt hat, einzuräumen und die Spüle zum Glänzen zu bringen. Das dauert in der Regel nicht länger als fünf bis zehn Minuten, kann also auch gut in einer Werbepause erledigt werden. Wenn ich morgens in eine saubere Küche komme und weiß, dass ich das Geschirr an seinem Platz im Schrank finde und nicht erst die Spülmaschine ausräumen muss, habe ich gleich viel bessere Laune.
Morgens brauchen Sie dann nur noch nach dem Frühstück das Geschirr wegzuräumen und die Spüle kurz zum Glänzen zu bringen.
4. Aufräumen
Räumen Sie täglich in jedem Zimmer morgens und abends je nur fünf Minuten auf. Es ist nicht wichtig, welchen Teil des Zimmers oder welches Thema Sie sich vornehmen, es ist aber wichtig, dass Sie bei dem ausgewählten Teil oder Thema bleiben, damit Sie sich nicht verzetteln. Beginnen Sie einfach da, wo es Ihnen nötig erscheint. Wenn Sie immer einen kleinen Karton oder Korb mit zum Aufräumen nehmen, können Sie alle Dinge, die nicht in das Zimmer gehören, in den Korb tun. Wenn Sie dann die Fünf-Minuten-Aufräum-Aktion im nächsten Zimmer weitermachen, können Sie als erstes die Sachen aus dem Korb, die hierher gehören, an ihren Platz räumen.
Achten Sie darauf, dass Sie nicht mehr als fünf Minuten pro Zimmer aufwenden, sonst nimmt die Aufräumaktion überhand. Machen Sie also nirgendwo ein „Fass“ auf und räumen ungeplant Schränke und Regale aus. Das würde nur dazu führen, dass Sie eine echte Baustelle aufmachen, dann keine Zeit mehr haben und das Zeug am Ende herumliegt. Sie fühlen sich nach einem missglückten Aufräumen nur schlechter als vorher, weil es schlimmer als vorher aussieht. So können Sie keine Erfolgserlebnisse verbuchen und das Belohnungszentrum im Gehirn fühlt sich betrogen. Spätestens am nächsten Tag hat es dann schon keine Lust mehr, weil es ja gesehen hat, dass Aufräumen (wenn man es falsch anstellt – aber so differenziert denkt das Belohnungszentrum nicht) nur zu mehr Unordnung und somit zu Unzufriedenheit führt.
5. Bei Bedarf 15 Minuten entrümpeln
Wenn Sie den Eindruck haben, dass sich an verschiedenen Stellen wieder Kempel ansammelt, machen Sie eine kleine 15-Minuten-Entrüpelungsaktion. Warten Sie nicht mehr, bis sich das Gerümpel wieder Bahn gebrochen hat. Siehe auch bei „Entrümpeln“.
Oder in Stichworten:
morgens
- Bettdecken zurückschlagen und Schlafzimmerfenster weit öffnen.
- Von Kopf bis Fuß fertig machen.
- Schlafzimmerfenster schließen und Betten machen.
- Fünf Minuten pro Zimmer aufräumen.
- Die Spüle reinigen und zum Glänzen bringen.
- Die Extraaufgabe des Tages erledigen.
- Bei Bedarf 15 Minuten entrümpeln.
Erledigen Sie die Tagesroutine und entrümpeln Sie bei Bedarf. Stellen Sie sich bei jedem Gegenstand, von dem Sie nicht sofort wissen, wo er hingehört, diese Fragen.
abends
- Fünf Minuten je Zimmer aufräumen, insbesondere die Diele.
- Die Spüle zum Glänzen bringen.
- Vor dem Schlafengehen Betten aufschlagen und Fenster für zehn Minuten öffnen.
- Fürs Bett fertig machen: Abschminken, Nachtzeug anziehen, Fenster schließen und entspannen.




Kommentare