Tagesroutine

Tagesroutine

Zusätzlich zur täglichen Routine könnt ihr nach den Eingewöhnungswochen (oder wann immer ihr dazu bereit seid) anfangen, jeden Tag einen Raum etwas gründlicher unter die Lupe zu nehmen. Aber es soll keine Riesennummer daraus werden, denn ihr habt Zeit. Niemand soll euch hetzen, ihr selbst schon gar nicht! Ob man diese Tagesroutine morgens, mittags oder abends erledigen möchte ist völlig egal. Mit einem Klick auf den entsprechenden Tag springt ihr sofort zur Tagesaufgabe.

Montag ist Wohnzimmertag

Stellt euren Korb oder Karton in eure Nähe und räumt alles, was nicht ins Wohnzimmer gehört, aber in einem anderen Raum einen festen Platz hat, dort hinein. Die Dinge, die ihr spontan nicht zuordnen könnt, kommen in einen zweiten Karton. Mit dem beschäftigt ihr euch später. (siehe „Entrümpeln“ und „Fragenkatalog“)

Wenn ihr alles, was nicht an seinem Platz war, weggeräumt oder in den Karton getan habt, reinigt ihr alle Oberflächen mit dem Staubwedel, dem Staubtuch, einem Putzlappen etc. Am besten geht ihr dabei immer von oben nach unten vor, da Schmutz immer der Schwerkraft folgend nach unten rieselt.

Später, wenn ihr diese Routine verinnerlicht habt, kommt immer noch eine kleine Extraaufgabe dazu, die ihr aber spielend meistern werdet, weil euch die Routinen inzwischen sehr leicht von der Hand gehen werden.

Zum Schluss noch den Boden saugen, fegen oder wischen, die Sachen aus Karton Nr. 1 an ihre Plätze bringen und ihr seid fertig. Der Karton mit den Sachen, die ihr nicht zuordnen könnt, kommt in eine stille Ecke, die Kammer, hinter die Tür im Schlafzimmer oder an einen ähnlichen Ort. Morgen kommt er dann im Schlafzimmer zum Einsatz.

Dienstag ist Schlafzimmertag

Stellt euren Korb oder Karton in die Nähe und räumt alles, was nicht ins Schlafzimmer gehört, aber in einem anderen Raum einen festen Platz hat, dort hinein. Die Dinge, die ihr spontan nicht zuordnen könnt, kommen in den zweiten Karton. Mit dem beschäftigt ihr euch später. (siehe „Entrümpeln“ und „Fragenkatalog“)

Bezieht die Betten frisch. Am besten wirklich jeden Dienstag. Es ist so erholsam, in einem frisch bezogenen Bett zu schlafen! Die Bettwäsche muss ständig den Schweiß hin und her transportieren, die Fasern werden dadurch schon nach zwei bis drei Tagen sehr träge und wir haben viel stärker das Gefühl von Feuchtigkeit, als wenn die Fasern noch frisch sind und den Schweiß sofort von uns weg transportieren. Ein guter Schlaf hängt auch ganz wesentlich vom Zustand der Bettwäsche ab.

Reinigt die Oberflächen mit dem Staubwedel, Staubtuch oder Putzlappen. Zum Schluss noch den Boden saugen, fegen oder wischen, die Sachen aus Karton Nr. 1 an ihre Plätze bringen und den zweiten Karton mit den Sachen, die ihr nicht zuordnen konntet, wieder an seinen Warteplatz bringen.

Später kommt immer noch eine kleine Extraaufgabe dazu, die aber schnell bewältigt ist, wenn man erst Routine hat.

Mittwoch ist Kinderzimmer- und/oder Gästezimmertag

Stellt euren Korb oder Karton in die Nähe und räumt alles, was nicht ins Kinder- und/oder Arbeitszimmer gehört, aber in einem anderen Raum einen festen Platz hat, dort hinein. Die Dinge, die ihr spontan nicht zuordnen könnt, kommen wieder in einen zweiten Karton. Mit dem beschäftigt ihr euch später. (siehe „Entrümpeln“ und „Fragenkatalog“)

Wenn euer Kind bereits im Kindergarten ist, kann es schon sehr schön mithelfen. Fangt aber nicht an zu schimpfen, wenn es nicht gleich klappt. Man muss durch Vormachen einfach das Interesse wecken. Mit der Zeit wird das Kind dann sehen, dass es keine Stressveranstaltung sein muss, sondern auch Spaß machen kann, nachher ein schönes Zimmer zu haben.

Schimpfen macht nur ein schlechtes Gewissen, weil das Kind dann denkt, dass es böse ist und deswegen nicht geliebt wird. Und ein schlechtes Gewissen ist keine Basis, um Ordnung zu lernen, ganz im Gegenteil! Gerade ein schlechtes Gewissen hält uns ja immer wieder davon ab, unsere Bude in Schuss zu bringen: „Wenn ich es nicht perfekt hinbekomme, dann ist es nichts wert und dann habe ich mal wieder versagt!“ Dieses schlechte Gewissen nährt sich meist ganz besonders aus unserem eigenen Perfektionismus. Perfektionismus klingt befremdlich, wenn man sich seine Unordnung anschaut. Aber es ist tatsächlich so, dass ich kaum perfektionistischere Menschen kenne, als die, die ihre Wohnung nicht in Ordnung halten können. Sie sehen nur den riesigen Berg von Arbeit, der vor ihnen liegt und schätzen es sehr realistisch ein, dass sie das nicht heute und jetzt und innerhalb der nächsten ein bis zwei Stunden perfekt lösen können. Also lassen sie es gleich ganz bleiben und bekommen ein schlechtes Gewissen, weil sie genau wissen, dass sie ja eigentlich aufräumen und putzen müssten.

Aber mal ganz ehrlich: Wer sagt denn, dass wir müssen? Wir sind doch selbst Herrin und Herr über unsere Wohnungen. Tun wir von heute an doch einfach nur noch das, was wir wollen! Ich für meinen Teil WILL meine kleinen Routinen machen, weil sie mir das Leben leichter machen. Es kommt keine nennenswerte Unordnung mehr auf und so spare ich mir die elenden Hauruck-Aufräumaktionen, wenn ich Besuch erwarte. Man muss es nur aus dem eigenen Blickwinkel sehen und nicht aus der Perspektive: Was sollen denn die Schwiegereltern, die Nachbar oder wer sonst noch denken. Die können denken, was sie wollen. Die Frage ist, ob ICH mich wohl fühle und das habe nur ich in der Hand.

Bezieht die Betten frisch und reinigt die Oberflächen mit dem Staubwedel, Staubtuch oder Putzlappen. Zum Schluss noch den Boden saugen, fegen oder wischen, die Sachen aus Karton Nr. 1 an ihre Plätze bringen und Karton Nr. 2 kommt wieder in sein Versteck, bis er bearbeitet wird.

Später kommt immer noch eine kleine Extraaufgabe dazu, die aber schnell bewältigt ist, wenn man erst Routine hat.

Donnerstag ist Küchentag

Stellt euren Korb oder Karton in die Nähe und räumt alles, was nicht in die Küche gehört, aber in einem anderen Raum einen festen Platz hat, dort hinein. Die Dinge, die ihr spontan nicht zuordnen könnt, kommen in einen zweiten Karton. Mit dem beschäftigt ihr euch später. (siehe „Entrümpeln“ und „Fragenkatalog“)

Reinigt die Oberflächen mit einem Allzweckreiniger, immer von oben nach unten arbeitend. Zum Schluss noch den Boden wischen, die Sachen aus Karton Nr. 1 an ihre Plätze bringen und Karton Nr. 2 an seinen Platz.

Später kommt immer noch eine kleine Extraaufgabe dazu, die aber schnell bewältigt ist, wenn man erst Routine hat.

An dieser Stelle ist es mir wichtig, zu erwähnen, warum ich Desinfektionsmittel in der Küche für vollkommen unsinnig halte, solange niemand eine ansteckende Krankheit hat und regelmäßige Desinfektion vom Arzt empfohlen wird.

Freitag ist Badezimmer- und Dielentag

Stellt euren Karton in eure Nähe und räumt alles, was nicht in die Diele bzw. Bad gehört, aber in einem anderen Raum einen festen Platz hat, dort hinein. Die Dinge, die ihr spontan nicht zuordnen können, kommen in einen zweiten Karton. Mit dem beschäftigt ihr euch später. (siehe „Entrümpeln“ und „Fragenkatalog“)

Räumt im Bad alles, das auf den Ablagen steht runter und überlegt, ob es nicht besser in einem Schrank aufgehoben wäre. So kann es nicht zustauben. Reinigt die Oberflächen mit einem Badreiniger, immer von oben nach unten arbeitend. Alle abgeräumten Gegenstände mit einem feuchten Mikrofasertuch reinigen und auf die gereinigten Oberflächen zurück (oder in einen Schrank) stellen.

In der Diele nehmt ihr für die Oberflächen einen Allzweckreiniger. Zum Schluss auch hier den Boden saugen oder wischen, die Sachen aus Karton Nr. 1 an ihre Plätze bringen und Karton Nr. 2 an seinen Platz räumen.

Später kommt immer noch eine kleine Extraaufgabe dazu, die aber schnell bewältigt ist, wenn man erst Routine hat.

Samstag ist der Tag für „Sonstiges“

Samstag ist der Tag für die übrig gebliebenen Räume: Keller, Speicher, Garage oder Abstellkammer können im Wechsel mal unter die Lupe genommen und aufgeräumt oder ausgemistet werden.

Sonntag ist Selbstpflegetag

Am Sonntag gibt es keine Tagesroutine zu erledigen. Aber lasst bitte trotzdem die Morgen- und Abendroutinen nicht ausfallen. Sie dauern nicht lange und nach den Eingewöhnungswochen laufen sie so nebenher, dass ihr sie kaum wahrnehmen dürftet.

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