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Ordnungstheorie

Dinge brauchen einen Platz, an den sie gehören

Jedes Ding braucht seinen Platz, denn erst, wenn es einen Platz hat, weiß auch jeder, wohin es gehört. Ordnung kann also nur dann entstehen, wenn Ihr jedem Ding seinen Platz aktiv zuweist. Von alleine wird es sich den nicht suchen …

Dafür müsst Ihr erst einmal überlegen, wo Ihr das Teil sinnvollerweise unterbringen könnt, denn wenn etwas unlogisch platziert ist, findet man es nicht, wenn es gebraucht wird. Oder wenn man es tatsächlich gefunden hat, räumt man es nicht mehr zurück, weil das zu umständlich oder unlogisch ist. Am einfachsten findet Ihr den richtigen Platz für Dinge, wenn Ihr vorher definiert, welcher Wohnbereich welche Funktionen haben soll. (siehe Wohnraumplanung) Anschließend könnt Ihr überlegen, zu welcher Funktion die Sachen gehören und räumt sie dann in den entsprechenden Wohn- bzw. Funktionsbereich.

Die erste Frage, die Ihr Euch bei jedem Gegenstand, der noch keinen festen Platz hat, stellen solltet, ist: „Hat er überhaupt eine Funktion?“ Wenn Ihr die eindeutig definieren könnt, müsst Ihr nur noch den Ort finden, wo diese Funktion (hauptsächlich) gebraucht wird. Seife gehört zum Beispiel ins Bad. Das war einfach.

Wohin aber mit den silbernen Serviettenringen, wenn Ihr welche habt und sie auch tatsächlich benutzt? In die Küche? Ins Sideboard im Esszimmer? In den Schrank im Wohnzimmer? In die Kommode im Schlafzimmer? Da kommt es schon auf ein paar Vorüberlegungen an.

  • Braucht Ihr die Serviettenringe mindestens einmal wöchentlich? Dann solltet Ihr sie vielleicht mit den Servietten und dem guten Besteck ins Sideboard im Esszimmer oder in den Wohnzimmerschrank legen.
  • Braucht Ihr sie nur alle acht Wochen? Dann wären sie vielleicht mit den Servietten im Schlafzimmer in der Kommode gut aufbewahrt.
  • Braucht Ihr sie nur an Weihnachten? Dann könntet Ihr sie in der untersten Schublade der Schlafzimmerkommode aufbewahren, weil Ihr Euch ja nur einmal im Jahr danach bücken müsst.
  • In der Küche solltet Ihr sie lieber nicht aufbewahren, denn durch die Kochdämpfe würden sie zu schnell anlaufen, was dann lästige Putzarbeit nach sich zieht.

Nur Dinge, die für uns eine Funktion haben, können auch einen Platz bekommen, an den sie gehören

Wenn ein Ding keine Funktion für hat, kann man es auch keinem Funktionsraum in seiner Wohnung zuordnen. Und da fängt das Problem mit der Unordnung an: Wenn Ihr etwas nicht zuordnen könnt, könnt Ihr es auch nicht aufräumen. Was Ihr nicht aufräumen könnt, verstopft Euren Lebensraum. Verstopfter Lebensraum bedeutet schlechte Gefühle. Wollt Ihr das wirklich? Eure Wohnung ist schließlich kein Wertstoffhof für Zeug, das Ihr nicht braucht und nicht wollt!

Wenn sich in unseren Wohnungen nur Dinge befänden, die eine Funktion und einen Platz haben, wäre Ordnung zu halten ein Kinderspiel. Sorgen wir dafür, dass es bald so ist!