Olga Ordentlich

9. November 2011

Entrümpelungswoche: Diele III

Veröffentlicht in Kategorie Aufgabe, Aufräumen, Entrümpeln, Planung, Räume, Reinigen

Jetzt haben Sie die ersten Schritte geschafft, aber wie können Sie diese Ordnung auf Dauer halten und verankern?

Es gibt ein paar ganz einfache Regeln, an die sich alle aus der Familie halten sollten, dann werden Sie das Ergebnis auf Dauer und ohne großen Aufwand stabilisieren.

Tabuzonen oder „Sperrgebiete“ müssen von allen respektiert werden

Das heißt: Nichts, das nicht per Familienbeschluss in die Diele gehört, darf dort liegen bleiben. Der Schulranzen, der eigentlich ins Zimmer gehört, sollte immer sofort ins Zimmer gebracht werden. Die Schuhe, die ausgezogen werden, bleiben nicht irgendwo stehen, sie kommen auf ihren Platz in der Diele oder im Zimmer oder wo immer der Familienrat den Platz für die Schuhe festgelegt hat. Die Bücher, die man gerade aus der Stadtbücherei mitgebracht hat, dürfen gerade mal so lange in der Diele liegen, bis man sich den Mantel ausgezogen und auf den Haken gehängt hat, danach wandern sie sofort in das Zimmer desjenigen, der sie geholt hat.

Keine halben Sachen!

Das ist eine ganz einfache Regel, die nicht viel Aufwand erfordert, aber ca. 80% aller Hausarbeit einspart: Wenn ich etwas aus der Schublade nehme, lege ich es anschließend wieder hinein. Wenn ich den Mantel vom Haken genommen habe, hänge ich ihn nach meiner Rückkehr an genau demselben Haken wieder auf. Wenn ich die Taschenlampe aus der Schublade geholt und benutzt habe, lege ich sie nach Gebrauch wieder an ihren Platz. Flusenroller? Dasselbe. Jede Sache, die ich mache, führe ich zu Ende, bis der Gegenstand wieder an seinem Platz liegt. Siehe auch Der 30-Sekunden-Trick und Das kleine, böse Zeitfresserchen.

Jeden Tag fünf Minuten pro Raum aufräumen

Das ist wirklich wenig, nicht wahr? Kann das denn gehen? Ja, es geht auf jeden Fall! Sie werden gar nicht genug zum Aufräumen haben, um die fünf Minuten tatsächlich zu füllen, wenn Sie sich alle an Regel 2 halten. Siehe hierzu auch den Startplan.

Wie räumt man richtig auf?

Nehmen Sie einen kleinen Karton oder Korb, in den alles hineinkommt, das nicht in die Diele (oder den Raum, den Sie gerade aufräumen) gehört.

Sortieren Sie täglich alles Papier, das für Sie keine Bedeutung mehr hat, direkt in den Papiermüll. Werbung, Zeitung von gestern, Flyer, alte Briefumschläge etc.

Sind die offenen Oberflächen frei? Kurz Staub wischen, wenn nötig. Fertig.

Die Sachen, die in die Diele gehören, können sie jetzt an ihren Platz räumen.

Dann die Sachen aus dem Karton an ihre jeweiligen Plätze in den anderen Zimmern räumen. Machen Sie nicht den Fehler, die Dinge sofort wegräumen zu wollen. Sie laufen sich einen Wolf, brauchen mehr als fünf Minuten, verzetteln sich womöglich und verlieren die Lust am Aufräumen, weil alles unübersichtlich und anstrengend wird.

Nehmen Sie einen Karton, beschriften Sie ihn mit „Fundstücke“ und stellen Sie ihn in eine ruhige Ecke z.B. den Abstellraum. Dort hinein kommen alle Dinge, für die Sie keinen festen Platz haben. Einmal in der Woche holen Sie diesen Karton hervor und besprechen mit der Familie, wo diese Dinge hin sollen. Es ist durchaus möglich, dass sie deshalb keinen Platz haben, weil sie niemand mehr benutzt, mag oder sich darum kümmern will. Dann werfen Sie sie ganz schnell weg, damit Sie Ihnen nicht immer wieder in die Quere kommen.

Morgen geht es hier weiter mit der Entrümpelung und Wohnraumplanung des Bades.

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