Die tägliche Routine und Multitasking ist Unsinn
Hallo zusammen,
schön, dass Sie wieder da sind!
Multitasking: Diese Fähigkeit sagt man besonders uns Frauen nach. Natürlich mit einem lobenden Unterton, damit wir gar nicht erst merken, dass wir multifunktional ausgenutzt werden.

Welche Frau kennt diese Sprüche nicht:
“Das machen Sie schon! Sie haben das doch alles im Griff! Sie sind ja ein richtiges Multitaskingtalent!” (bewundernder Unterton)
“Ihr Frauen habt es einfach drauf. Ich könnte das ja nicht! Ach, seien Sie doch so gut und erledigen noch schnell diese Terminsachen. Das schaffen Sie schon!” (Schulterklopfen) oder (anerkennendes Nicken)
Multitasking ist Unsinn
Es gibt kein Multitasking, denn wir haben jeder nur ein Gehirn und ein Gehirn kann nur eine Sache zeitgleich gut und konzentriert erledigen. Beim Versuch, multitaskingmäßig zu arbeiten, wechseln wir nur in schneller Folge von einer zur anderen Aufgabe. Konzentration und Qualität kann so natürlich nicht entstehen. Wer Multitasking praktiziert, braucht anschießend viel Zeit – und manchmal auch noch Geld – um die Fehler wieder auszumerzen.
Wer die angebliche Multitasking-Fähigkeit der Frauen lobt, will sie entweder ausnutzen (auch Frauen wenden dieses zweifelhafte Lob gegenüber anderen Frauen an, um sie auszunutzen…) oder er glaubt den Unsinn wirklich, nutzt damit aber trotzdem gerne mal Frauen aus.
Leider glauben auch viele Frauen daran und versuchen – in vorauseilendem Eifer – von sich aus, jede Aufgabe, die vorübergeflogen kommt zu greifen und zu erledigen. Bloß nicht „Nein“ sagen, das könnte ja jemand falsch auffassen!
Gewöhnen Sie sich das lieber ab, Sie beuten damit nur sich selbst aus. Oder, wenn Sie es nicht lassen können, verlangen Sie anschließend von niemandem Dankbarkeit, denn Sie tun es tatsächlich nur deshalb, weil SIE es wollen. Wenn es Ihnen stark genug gegen den Strich ginge oder Sie realisieren würden, dass der Kollege nicht gleich tot umfällt oder Sie mit Akten bewirft, wenn Sie mal „Nein“ sagen, würden Sie ja ablehnen. Überlegen Sie also, warum Sie immer wieder „Ja“ sagen, wenn Sie doch eigentlich lieber ablehnen würden. Der Vorteil muss für Sie immer noch größer sein (kein Stress mit dem Kollegen), als der Nachteil (wieder mal Überstunden). Sonst täten Sie es nicht.
Wenn Sie jetzt Ihre Routinen angehen, dann arbeiten Sie konzentriert und schnell aber Schritt für Schritt.
- Konzentriert, weil Sie weniger Fehler machen und schneller fertig werden.
- Schnell, weil es inzwischen Routinen sind, die sitzen und Sie sicher keine Lust haben, den ganzen Tag damit zuzubringen. Je schneller sich das Erfolgserlebnis einstellt, desto mehr freut sich Ihr Belohnungszentrum im Gehirn.
- Schritt für Schritt, weil es bei aller Schnelligkeit auch gründlich sein soll und das geht nur, wenn man jeden Schritt auch sorgfältig ausführt und nicht huddelt.
So, und nun auf zur Routine – konzentriert, schnell und Schritt für Schritt
morgens
- Bettdecken zurückschlagen und Schlafzimmerfenster weit öffnen.
- Von Kopf bis Fuß fertig machen.
- Schlafzimmerfenster schließen und Betten machen.
- Fünf Minuten pro Zimmer aufräumen.
- Die Spüle reinigen und zum Glänzen bringen.
- Bei Bedarf irgendwo 15 Minuten entrümpeln.
Hier gehts zur Tagesroutine und hier – falls Sie noch mal Inspiration oder Rat suchen – zur Entrümpelungsseite.
abends
- Fünf Minuten je Zimmer aufräumen, insbesondere die Diele.
- Die Spüle zum Glänzen bringen.
- Vor dem Schlafengehen Betten aufschlagen und Fenster für zehn Minuten öffnen.
- Fürs Bett fertig machen: Abschminken, Nachtzeug anziehen, Fenster schließen und entspannen.
Bis morgen wieder!
Ihre / Eure Olga Ordentlich



